Anfang Februar wurde ein Anästhesist des Freiburger Spitals (HFR) auf der Toilette der Intensivstation dabei erwischt, wie er sich mit Propofol betäubte. Dies berichtet das Pendlermagazin «20 Minuten» und verweist auf einen entsprechenden Bericht in der Zeitung
«Le Matin Dimanche».
Der Arzt soll sich das Narkosemittel während einer Entbindung verabreicht haben. Eine seiner Patientinnen lag währenddessen in den Wehen und wartete vergeblich auf die Peridural-Anästhesie (PDA), schreibt die Zeitung. Der Arzt soll im Anschluss in die Notaufnahme eingeliefert worden sein.
Mitarbeiter ist derzeit krankgeschrieben
Offenbar fiel der Mediziner nicht zum ersten Mal negativ auf: Letztes Jahr habe eine Mitarbeiterin aus der Pflege ihn zweimal in stark alkoholisiertem Zustand ins Spital kommen sehen. «Einmal sogar um acht Uhr morgens: Er konnte kaum noch stehen», sagt sie gegenüber der Zeitung.
Auf Anfrage von «Le Matin Dimanche» versicherte das Freiburger Spital, dass «die Sicherheit der Patienten stets gewährleistet» gewesen sei. Der Anästhesist sei derzeit krankgeschrieben und werde erst wieder eingestellt, wenn sich sein Zustand gebessert habe, teilt das Spital mit.
Spital will Vorfall untersuchen
Das Freiburger Spital teilt gegenüber Medinside mit, dass der Gesundheitszustandes des Arztes eine sofortige Krankschreibung erforderte. Er sei immer noch krankgeschrieben und sein Gesundheitszustand habe höchste Priorität. Parallel dazu hat das Spital eine Untersuchung gestartet, um die Fakten zu ermitteln.