PDAG: Politik fordert mehr Transparenz

Der Tod des jungen Mannes in der Klinik Königsfelden beschäftigt nicht nur die Justiz, sondern auch die Politik.

, 2. Februar 2026 um 10:00
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Die Klinik Königsfelden. Bild: PD
Eine Motion der Aargauer Fraktionen der GLP und SP verlangt, dass die psychiatrischen Dienste Aarau (PDAG) künftig eine differenzierte Todesfallstatistik führen und diese veröffentlichen müssen.
Es sollen nicht nur Fälle gezählt werden, die innerhalt der PDAG-Institution eintreten, sondern auch solche nach der Entlassung oder während der ambulanten Behandlung. Das Ziel: Transparenz, Risikofindung, Qualitätsprüfung.
Gemäss dem Aargauer Regierungsrat erlaubt die Todesfallrate für sich allein keine Beurteilung über Wirksamkeit, Qualität und Sicherheit psychiatrischer Behandlungen, berichtet die Aargauer Zeitung. Sie erlaube lediglich eine Aussage über die Personen, die gestorben seien. Daraus liessen keine konkreten Massnahmen für die Qualitätssicherung ableiten.
Zwischen 2018 und 2024 sind in den Kliniken der PDAG 39'998 Personen stationär behandelt worden. Dabei seien es zu 195 Todesfällen gekommen. Die Mortalität liege damit bei 0,49 Prozent.

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