KSB-Geburtsabteilung am Limit: Überweisungen an Nachbarspitäler

Der Andrang auf die Geburtsabteilung am Kantonsspital Baden ist so gross, dass zeitweise Aufnahmestopps nötig sind.

, 26. Januar 2026 um 07:50
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Leo Schäffer leitet seit Juli 2014 als Chefarzt die Abteilung Pränataldiagnostik und Geburtshilfe am KSB. Bild: zvg
Das Kantonsspital Baden (KSB) stösst auf seiner Geburtsabteilung an die Kapazitätsgrenzen. Aufgrund des anhaltenden Babybooms müssen Patientinnen, deren Geburt nicht unmittelbar bevorsteht, zeitweise an umliegende Spitäler wie ans Kantonsspital Aarau, Asana Leuggern oder das Spital Limmattal verwiesen werden, schreibt das Badener Tagblatt. Medizinische Notfälle seien davon ausgenommen und erhielten jederzeit Priorität.
2025 kamen am KSB 1’937 Babys zur Welt – 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch 2026 setzt sich der Trend fort: Bereits Mitte Januar wurden über 120 Kinder geboren. Engpässe ergeben sich vor allem bei der Bettendisposition im Wochenbett.
Ab März 2026 sollen zusätzliche Familienzimmer den Andrang abfedern und Aufnahmestopps künftig weitgehend vermeiden.
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