Pädiatrie: Neue Co-Leitung und höhere Anerkennung für das KSB

Mit einer neuen Co-Leitung im Kinder-Notfall und einer höheren Anerkennung in der ärztlichen Weiterbildung baut das Kantonsspital Baden seine pädiatrische Versorgung weiter aus.

, 19. Januar 2026 um 05:27
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Mitarbeitenden der Klinik für Kinder und Jugendliche am KSB. Bild: zvg
Am Kantonsspital Baden (KSB) bekommt der Notfall für Kinder und Jugendliche per Anfang August 2026 eine neue ärztliche Leitung: Sarah Ilg und Germaine Sunier führen den Bereich künftig gemeinsam in einer Co-Leitung.
Sie folgen auf Dörthe Harms, die nach über 20 Jahren am KSB Ende Juli 2026 in den Ruhestand tritt.

Drei Weiterbildungsjahre

Gleichzeitig wird die Klinik für Kinder und Jugendliche in der ärztlichen Weiterbildung aufgewertet. Das Schweizerische Institut für Weiter- und Fortbildung (SIWF) hat die Klinik neu für drei statt bisher zwei Weiterbildungsjahre anerkannt.
In den vergangenen Jahren hat die Klinik ihr Angebot ausgebaut, unter anderem in den Bereichen pädiatrische Neurologie, Pneumologie, Kardiologie, Allergologie, Nephrologie und Neonatologie. Eine enge Zusammenarbeit mit Kinderradiologie, Kinderchirurgie und dem pädiatrischen Notfall ergänzt das Leistungsangebot.
Die Entwicklung zeigt sich auch in den Zahlen: 2025 wurden über 2’000 stationäre und 13’000 ambulante Kinder und Jugendliche sowie 21’700 Notfälle behandelt. Seit 2020 entspricht dies einem Zuwachs von 78 Prozent.
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