Die beiden Aargauer Kantonsspitäler in Aarau und Baden geben das gemeinsame Radioonkologie-Zentrum auf. Dies meldete das
Regionaljournal von Radio SRF, nachdem die Trennung von den beiden Spitalunternehmen bestätigt wurde.
Das Zentrum mit Standorten in Baden und Aarau habe sich gut entwickelt. Aber: «Je etablierter die Strahlentherapiezentren sind, desto geringer wird das Synergiepotenzial zwischen den beiden Standorten», so die Erklärung der beiden Kantonsspital-Unternehmen in einem Communiqué. Unabhängig könnten sich die Abteilungen flexibler an die Marktbedürfnisse anpassen.
Die Abmachung sei vom KSB gekündigt worden, erfuhr Radio SRF inoffiziell: Dort sei man offenbar unzufrieden gewesen mit der Honorarsituation. Zugleich habe das Kantonsspital Baden einen neuen Partner gefunden – es ist das Triemlispital.
Limmattal-Connection
Das Zürcher Stadtspital bestätigt gegenüber
dem «Zofinger Tagblatt», dass die Zusammenarbeit mit dem KSB diesen Sommer erweitert wurde. In der Viszeralchirurgie hatte man schon seit Längerem zusammengearbeitet – nun könnten die beiden Spitäler auch eine kontinuierliche Strahlentherapie gewährleisten.
Das
Radio-Onkologie-Zentrum KSA-KSB wurde 2016 lanciert, indem das KSB einen Standort in Baden eröffnete. Heute ist es mit rund 1800 Patienten pro Jahr eines der grössten radio-onkologischen Zentren in der Schweiz.
Im Kanton Aargau wird der Schritt als speziell empfunden, weil die jüngst vorgestellte Eigentümerstrategie des Regierungsrates für die Kantonsspitäler etwas anderes vorsieht – nämlich mehr Zusammenarbeit. Das Gesundheitsdepartement befand denn auch gegenüber Radio SRF, dass die Zusammenarbeit «aus Sicht der Regierung» hätte weitergeführt werden sollen.
Aber letztlich führe ja auch nicht der Regierungsrat die Spitäler.