Integrierte Versorgung mit Modellcharakter in Winterthur

Das Projekt Trio+ von KSW, Medbase und Swica wurde ausgezeichnet: Es zeigt, wie integrierte Versorgung umgesetzt werden kann – mit digitalen Tools wie dem eMediplan, oder neuen Konzepten für die Betreuung von Krebspatienten.

, 27. Oktober 2025 um 02:29
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Ausgezeichnet: Marlen Huber (Kantonsspital Winterthur), Reto Schumacher (Medbase), Eva Blozik (Swica)  |  Bild: Livio Federspiel / Medbase.
In der Region Winterthur pflegen das Kantonsspital Winterthur, Medbase und die Krankenkasse Swica schon seit Frühjahr 2022 ein integriertes Versorgungsnetzwerk: Bei Trio+, so der Name des Projekts, werden die bestehenden Behandlungspfade aufgezeichnet, analysiert und auf Ineffizienzen überprüft – um herauszufinden, wie die drei Partner besser zusammenarbeiten können.
Nun haben KSW, Medbase und Swica damit den Projektwettbewerb 2025 des Vereins Gesundheitsnetz 360° gewonnen. Dabei werden jeweils Akteure aus Medizin, Pflege und Sozialwesen gewürdigt, die neue Formen der Zusammenarbeit in der Gesundheitsversorgung erproben. Trio+ überzeuge durch hohe Innovationskraft und einen starken Kooperationsgedanken, so die Begründung.
Zu den Initiativen von Trio+ gehört der eMediplan – ein elektronischer Medikationsplan, der die Sicherheit bei der Medikamentenvergabe erhöht. Gemeinsam entwickeln die Partner auch ein Disease-Management-Programm für Menschen mit Diabetes. Dabei erhält die regelmässige Augenkontrolle mehr Aufmerksamkeit. Diese Untersuchung erkennt diabetische Retinopathie frühzeitig – wird aber von rund einem Drittel der Betroffenen ausgelassen. Durch die Zusammenarbeit von Medbase und KSW sollen die Kontrollen häufiger stattfinden.
In Planung ist ferner die gemeinsame Begleitung von Krebspatienten: Das neue Trio+-Angebot will KSW-Patienten die Begleitung durch Fachpersonen über die verschiedenen Gesundheitssektoren hinweg ermöglichen.
  • Zum Projektwettbewerb des Gesundheitsnetzes 360°.

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