Forscher lassen Zähne nachwachsen

Japanische Forscher haben Zahnknospen entdeckt, welche durch die Hemmung eines Gens zum Wachstum angeregt werden könnten.

, 16. Oktober 2023 um 11:20
image
Zähne sind im Alter zumeist ein leidiges Thema. | Unsplash
Sind die bleibenden Zähne erst einmal da, muss man mit ihnen bis ans Lebensende auskommen – bis jetzt zumindest. Ein Forscherteam aus Japan entwickelt derzeit ein Verfahren, wodurch in Zukunft Zähne nachwachsen könnten.

Weitere Zahnknospen

Wie «The Japan Times» schreibt, arbeiten die Forscher an einem Medikament, welches das Wachstum neuer Zähne stimulieren soll. Denn, die meisten Menschen besitzen neben Milchzähnen und den bleibenden Zähnen weitere Zahnknospen auf dem Kieferknochen, die das Potenzial haben, zu einem neuen Zahn heranzuwachsen.

Gen hindert Zahnwachstum

Allerdings hindert das USAG-1-Gen diese Knospen daran, zu einem Zahn heranzuwachsen. Durch die Injektion eines Anti-Gens soll nun die Stoppwirkung des USAG-1-Gens aufgehoben und der Zahn zum Wachsen angeregt werden.

Erfolgeich bei Mäusen und Frettchen

Die ersten Experimente mit dem Antigen an Mäusen waren erfolgreich. In einem zweiten Schritt hat das Unternehmen das Medikament an Frettchen getestet, welche ebenfalls wie der Mensch erst Milchzähne, dann bleibende Zähne entwickeln. Auch bei diesem Test seien den Tieren neue Zähne gewachsen. Im Sommer 2024 soll das Antigen erstmals an gesunden, erwachsenen Menschen getestet werden.

Zahnärzte in der Schweiz
Im Jahr 2021 waren insgesamt 4.089 Zahnärzte mit einer eigenen Praxis in der Schweiz tätig.Mit insgesamt 40 Praxen mehr stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr an. Etwa 50 Zahnärzte kommen rechnerisch auf 100.000 Einwohner. Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern ist diese Arzt-Patienten-Relation eher gering, nur wenige Staaten weisen eine kleinere Anzahl an Zahnärzten je 100.000 Einwohner auf.
Quelle: statista


  • zahnmedizin
  • Forschung
  • medikamente
Artikel teilen

Loading

Kommentar

Mehr zum Thema

image

Medikamente: Tiefere Preise gefordert, höhere bewilligt

Politische Vorstösse verlangen Zurückhaltung bei Medikamentenpreisen. Gleichzeitig genehmigt das BAG Preiserhöhungen, um die Versorgung mit wichtigen Arzneimitteln sicherzustellen.

image

Millionen für Forschungszentrum «Children & Cancer»

Sechs Institutionen, mehr als 30 Forschungsgruppen und eine Bundesförderung von knapp 17 Millionen Franken: Im Frühjahr 2026 startet der erste Nationale Forschungsschwerpunkt für pädiatrische Onkologie.

image

Andrea Rytz leitet das Zürcher Zentrum für Zahnmedizin

Die ehemalige Direktorin der Schulthess-Klinik ist nun CEO des Universitäts-Zentrums ZZM. Das Mandat ist auf zwei Jahre befristet und umfasst strategische und organisatorische Aufgaben.

image

Das Kostenfolgemodell im Zentrum des Kostendämpfungspaket

Interpharma reagiert scharf auf die Veröffentlichung des Vernehmlassungsverfahrens zum Kostendämpfungspaket.

image

Kispi-Infektiologe gewinnt SSI Award 2025

Für seine internationale Studie zu Mycoplasma pneumoniae erhielt Patrick M. Meyer Sauteur von der Schweizerischen Gesellschaft für Infektiologie den ersten Preis.

image
Ein Kommentar von Enea Martinelli

Arzneimittel: Vom Engpass in die Kostenfalle

Es mag oft zufällig wirken, wenn ein bestimmtes Medikament fehlt. Aber die Folgen haben System. Der Musterfall eines Herzmittels zeigt, wie am Ende die teuerste Lösung übrig bleibt.

Vom gleichen Autor

image
Nachgefragt bei Adrian Schmitter

Insel Gruppe: «Ein gutes Jahr reicht nicht»

Mit 134,8 Millionen Franken erzielt die Insel Gruppe das beste Resultat ihrer jüngeren Geschichte. Verwaltungsratspräsident Adrian Schmitter sieht darin den Lohn ausserordentlicher Leistungen der Mitarbeitenden – warnt aber vor Selbstzufriedenheit.

image

Basel-Stadt: Seelsorge wird interreligiös organisiert

Künftig übernimmt eine interreligiöse Trägerschaft die «Spezialisierte Spiritual Care» in Spitälern und Gefängnissen. Der Kanton Basel-Stadt stellt dafür jährlich 1,6 Millionen Franken bereit.

image

CSS-Vizechef übernimmt Führung bei Swica

Der Krankenversicherer Swica bekommt eine neue Führung: Rudolf Bruder übernimmt im November 2026 die CEO-Position von Reto Dahinden, der das Unternehmen nach 15 Jahren verlässt.