Basel-Stadt: Seelsorge wird interreligiös organisiert

Künftig übernimmt eine interreligiöse Trägerschaft die «Spezialisierte Spiritual Care» in Spitälern und Gefängnissen. Der Kanton Basel-Stadt stellt dafür jährlich 1,6 Millionen Franken bereit.

, 3. März 2026 um 15:50
image
Bild: USZ
Der Kanton Basel-Stadt strukturiert die Seelsorge in Spitälern und Gefängnissen neu. Künftig übernimmt eine interreligiöse Trägerschaft die Verantwortung für das Angebot, das unter dem neuen Namen «Spezialisierte Spiritual Care» geführt wird.
Die neue Organisation steht allen anerkannten Religionsgemeinschaften offen und soll die bisherige konfessionell geprägte Struktur ablösen, schreibt der Regierungsrat. Ziel ist eine gleichberechtigte und ausgeweitete Versorgung – künftig werden auch Privatspitäler einbezogen. Der Kanton stellt dafür jährlich rund 1,6 Millionen Franken während vier Jahren zur Verfügung.
Grundlage der Neuordnung bilden eine externe Bedarfsanalyse sowie eine Datenerhebung zur bisherigen seelsorgerischen Tätigkeit in öffentlichen und privaten Institutionen. Die Qualität der Leistungen soll über ein Vertragskonzept gesichert werden. Mit der Vorlage greift der Regierungsrat einen parlamentarischen Vorstoss auf und beantragt dessen Abschreibung.
  • basel-stadt
  • seelsorge
Artikel teilen

Loading

Kommentar

Mehr zum Thema

image

St. Gallen schiebt «Heilungen» für Homosexuelle den Riegel

Sogenannte Konversionstherapien durch Coaches, Geistliche und Sexualberaterinnen sind in der Schweiz immer noch erlaubt. Der Kanton St. Gallen will diese nun verbieten.

image

Basler Bildungsinstitutionen wollen enger zusammenarbeiten

Der «Campus Bildung Gesundheit» soll drei Bildungseinrichtungen beider Basel unter ein Dach bringen. Die Baselbieter Regierung hat 1,1 Millionen Franken für das Vorhaben genehmigt.

image

Gesundheitsdepartement legt Beschwerde gegen Zeitung ein

Eine Zusammenarbeit des Basler Unispitals mit dem Bethesda-Spital sorgte für rote Köpfe. Der Begriff «Phantomspital» ist gemäss Presserat aber gerechtfertigt.

image

Spitalseelsorger gründen neuen Berufsverband

Seelsorgerinnen und Seelsorger im Gesundheitswesen schliessen sich zum Berufsverband Seelsorge im Gesundheitswesen (BSG) zusammen. Auch eine Stellenbörse ist geplant.

image

Basel-Stadt: Kantonsarzt gründet eigene Firma

Thomas Steffen lässt sich im Januar 2022 frühpensionieren. Doch in den Ruhestand geht er noch lange nicht: Er will sich neuen Projekten widmen.

image

Positives Zwischenfazit zu Covid-Schnelltest vor Arbeitsbeginn

Sieben asymptomatische Fälle wurden erkannt. Auch in der «Medinside»-Umfrage kommt die Schnelltest-Idee gut an.

Vom gleichen Autor

image

CSS-Vizechef übernimmt Führung bei Swica

Der Krankenversicherer Swica bekommt eine neue Führung: Rudolf Bruder übernimmt im November 2026 die CEO-Position von Reto Dahinden, der das Unternehmen nach 15 Jahren verlässt.

image

Zürich: Fast eine halbe Milliarde für die nächste Ärztegeneration

Der Zürcher Kantonsrat bewilligt 25 Millionen Franken für das Projekt «Med500+». Ab 2030 sollen an der Universität Zürich jährlich 700 statt 430 Studierende Humanmedizin beginnen.

image

Frauenklinik Züri Ost vor Führungswechsel

Die Frauenklinik Züri Ost der Spitäler Männedorf und Uster steht vor einem Führungswechsel: Aufbauleiter Ralf Joukhadar verlässt die Kooperation im Herbst 2026.