Forscher benennen Wirkstoff nach Hollywood-Schauspieler

«Keanumycine» gilt als neues Mittel gegen Pilzkrankheiten. Es soll laut den Entdeckern eine ebenso «tödliche Wirkung» wie Keanu Reeves in seinen Action-Filmen haben.

, 24. Februar 2023 um 09:19
image
Wissenschaftler geben dem Mittel einen kuriosen aber einprägsamen Namen. | Screenshot Trailer Youtube

image
Pseudomonas Bakterien sind giftig für Amöben. | Harikumar Suma/Leibniz-HKI
Bakterien der Gattung Pseudomonas produzieren einen stark antimikrobiellen Naturstoff und wirken damit gegen Pilzkrankheiten. Dies haben Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie in Jena vor kurzem entdeckt.
Die Forscher geben dem Wirkstoff auch gleich einen Namen: «Keanumycine» – in Anspielung auf Keanu Reeves. Das Mittel habe nämlich gegen bestimmte Pilze eine ebenso tödliche Wirkung wie der Hollywood-Schauspieler in Action-Filmen, heisst es mit Augenzwinkern.

Matrix, Speed oder John Wick

«Keanumycine» kann den Angaben nach unter anderem effektiv gegen den Erreger der Grauschimmelfäule eingesetzt werden. Doch auch human-pathogene Pilze wie Candida albicans würden durch den Wirkstoff vermutlich gehemmt, wie die Studienautoren um Sebastian Götze im «Journal of the American Chemical Society» berichten.
Keanu Reeves ist ein kanadischer Filmschauspieler und Filmproduzent. Dem Kinopublikum bekannt wurde er unter anderem durch seine Rolle in Matrix, Speed oder als Auftragskiller John Wick in der gleichnamigen Spielfilmreihe oder in Matrix.


  • forschung
Artikel teilen

Loading

Kommentar

Mehr zum Thema

image

Das sind die jungen Medizin-Spitzenforscher der Schweiz

Die Stiftung Pfizer Forschungspreis zeichnete 12 Nachwuchs-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler aus, die an Schweizer Unis oder Spitälern forschen.

image

Blutdruckmessung zu Hause: Ein Drittel der Hypertonie-Patienten misst gar nicht

Kostenlose Geräte, Schulung und persönliche Betreuung reichen oft nicht aus: Eine US-Kohortenstudie zeigt, dass viele Hypertonie-Patienten im Alltag keinerlei Messwerte erheben.

image

Basler Forscherin entdeckt Anpassungsfähigkeit des Gehirns

Fiona Doetsch vom Biozentrum der Universität Basel erhält für ihre Forschung rund um die Funktionsweise neuraler Stammzellen den mit 500'000 Franken dotierten Louis-Jeantet-Preis für Medizin.

image

Science and Translation Hub am Balgrist unter neuer Leitung

Ab Januar 2026 wird Corina Schütt Leiterin des Science and Translation Hub und Geschäftsführerin des Scientific Steering Board am Universitätsspital Balgrist.

image

Medizinische Studien: Diese Durchbrüche könnten 2026 prägen

Neue Immuntherapien, innovative Impfstoffe und grosse Studien zu Long Covid und Herzkrankheiten: 2026 könnte für die Medizin zum Jahr entscheidender Durchbrüche werden.

image

Millionen ERC-Grant für Basler Augenforscher

Bence György vom IOB in Basel erhält einen ERC-Grant über rund zwei Millionen Euro, um Gen-Editierungstherapien gegen Sehverlust weiterzuentwickeln.

Vom gleichen Autor

image

Kantonsspital Glarus verliert GL-Mitglied

Thomas Kühnis, Chef der Finanzen, Informatik und Betriebe, verlässt nach neun Jahren die Geschäftsleitung des Kantonsspitals Glarus.

image

Neue Ärzte-Tarife auf dem Weg zur Genehmigung

Die Tarifpartner beantragen wie geplant die Genehmigung eines Tarifsystems aus ambulanten Pauschalen und Tardoc.

image

Schatten über dem Verkauf des Spitals Flawil

Wurden beim Verkauf des Spitals Flawil die Vertragspartner getäuscht? Mehrere Kantonsparlamentarier verlangen Antworten von der St.Galler Regierung.