EPD-Zusammenschluss zwischen Emedo und eSanita

Emedo und eSANITA schliessen sich zu einer gemeinsamen EPD-Stammgemeinschaft unter neuem Namen zusammen und betreiben diese auf einer einheitlichen EPD-Infrastruktur.

, 20. Februar 2025 um 13:44
image
Bild: inside-it.ch/Midjourney
Emedo, die EPD-Lösung von eHealth Aargau (Stehag), und eSanita schliessen sich zusammen. Das gemeinsame elektronische Patientendossier (EPD) wird laut Mitteilung auf Basis der Plattform von Emedo betrieben. Ergänzt wird das Angebot durch die B2B-Plattform von eSanita, welche für den integrierten Datenaustausch zwischen Gesundheitsinstitutionen und auch als Zubringer für das EPD dient.
Emedo habe Anfang Dezember erfolgreich von der bisherigen EPD-Plattform bei der Post auf eine eigene, zertifizierte Plattform migriert. eSanita werde noch in diesem Jahr im ebenfalls von der heutigen Post-Plattform auf diese neue EPD-Plattform wechseln. Zusammen mit Emedo wird eine gemeinsame schweizweit tätige EPD-Stammgemeinschaft mit neuem Namen betrieben.

Digitalisierungsvereine

Die beiden gemeinnützigen Digitalisierungsvereine Emedo und eSanita sollen in ihrer heutigen Form mit ihren Mitgliederstrukturen unverändert bestehen bleiben. Der Verein eSanita hat heute über 300 Mitglieder, darunter Spitäler, Psychiatrien und Rehabilitationskliniken sowie die meisten Alters- und Pflegeheime in der Deutschschweiz. Emedo sind 146 Gesundheitseinrichtungen angeschlossen.
«Die neue EPD-Stammgemeinschaft sowie die integrierte B2B-Lösung steht interessierten Gesundheitsinstitutionen in allen Kantonen sowie auch weiteren EPD-Stammgemeinschaften jederzeit offen», heisst es weiter.
«Wir sind der Überzeugung, dass die Schweiz zum jetzigen Zeitpunkt nicht nochmals die erneute Entwicklung einer EPD- Plattform durch die Post in Millionenhöhe benötigt. Stattdessen setzen wir auf eine standardisierte und gleichzeitig zukunftsfähige EPD-Lösung, die von den Gesundheitsinstitutionen und der öffentlichen Hand auch längerfristig bezahlbar ist», sagte Richard Patt von eSanita in der Mitteilung.

  • Dieser Beitrag erschien erstmals auf «Inside-IT» unter dem Titel: Emedo und eSanita schliessen sich zu einer EPD-Stammgemeinschaft zusammen

    Artikel teilen

    Loading

    Kommentar

    Mehr zum Thema

    image

    Pflege bleibt Engpassberuf Nummer eins


    Kaum ein Bereich sucht so intensiv nach Personal wie das Gesundheitswesen. Der neue Jobradar zeigt: Vor allem in der Pflege steigt die Zahl offener Stellen wieder in Richtung Rekordniveau.

    image

    Zukunft gestalten: MSc Healthcare Leadership an der BFH

    Die Herausforderungen im Gesundheitswesen verlangen nach Fachpersonen mit umfassenden Führungsqualitäten. Hier setzt das schweizweit einzigartige Master-Studium Healthcare Leadership der BFH an. Im Herbst 2026 startet die nächste Durchführung in Bern.

    image

    Schweiz lockert Regeln für Blutspender

    Ab Anfang Februar dürfen in der Schweiz wieder mehr Menschen Blut spenden – darunter Personen mit früheren Transfusionen, längeren Aufenthalten in Grossbritannien oder nach bestimmten medizinischen Eingriffen.

    image

    Neuer Labortest zeigt, wie effektiv Antibiotika einzelne Bakterien töten

    Statt nur das Bakterienwachstum zu beurteilen, analysiert ein neu entwickelter Test aus Basel, ob Antibiotika einzelne Erreger tatsächlich abtöten – und wenn ja, wie schnell. Die Methode könnte helfen, Therapieerfolge realistischer einzuschätzen.

    image

    PDAG: Weniger Fremdpersonal, höhere Patientensicherheit

    Seit einem Jahr können Mitarbeitende der Psychiatrischen Diensten Aargau ihre Dienste flexibel gestalten – die Kosten für externe Fachkräfte sinken seither, CIRS-Meldungen gehen zurück.

    image

    KSBL: Neue Leitung der Frauenklinik und Ausbau des Angebots

    Damit soll die Weiterentwicklung des Brustzentrums am Kantonsspital Baselland vorangetrieben werden. Die Leitung übernehmen Rosanna Zanetti Dällenbach und Brigitte Frey. Verstärkt wird das Team durch Roberto Rodriguez.

    Vom gleichen Autor

    image

    LUKS: Politik nimmt KIS Epic unter die Lupe

    Im Parlament beantwortete der Luzerner Regierungsrat Fragen zum Klinikinformationssystem Epic, insbesondere zu Datenschutz und Datensicherheit.

    image

    KIS-Probleme in mehreren Hirslanden-Spitälern

    Nach technischen Störungen im Klinikinformationssystem M-KIS hat die Hirslanden-Gruppe eine Taskforce eingesetzt und prüft die Hintergründe.

    image

    Westschweiz: KIS-Streit geht in eine neue Runde

    Die Firma Kheops zieht ihre Beschwerde gegen die KIS-Ausschreibung der Waadtländer Spitäler vor das Bundesgericht – die Beschaffung wird damit erneut gestoppt.