Drei Strategien, ein Trend: So stellen sich Schweizer Spitäler nun auf

Innert weniger Tage haben drei grosse Spitalgruppen ihre Zukunftspläne vorgelegt. Die Strategien von Insel, KSA und SoH zeigen, wohin das Schweizer Spitalwesen neigt: hin zu Netzwerken mit mehr Fokus.

, 4. Juli 2025 um 13:32
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Wo geht's durch? Situationspläne von Inselspital Bern, Kantonsspital Aarau, Bürgerspital Solothurn  |  Bilder: PD
In dieser Woche haben drei wichtige Spitalgruppen neue Strategien vorgestellt: das Kantonsspital Aarau, die Solothurner Spitäler und die Insel Gruppe. Was verbindet die strategischen Konzepte (und was besagt dies über die Lage der Spitäler)? Was unterscheidet sie? Hier sind wichtige Punkte:
  • Alle drei Unternehmen betonen die Spezialisierung – etwa durch die geplante Bildung von Kompetenzzentren (KSA, Solothurn) oder durch Schwerpunktmedizin (Insel).
  • Alle drei werden die ambulanten Angebote stärker betonen. Ebenfalls legen sie Wert auf eine weitere Optimierung der Prozesse.
  • Alle drei hoffen auf Verstärkung durch Kooperation mit externen Partnern – ob via Vernetzung (Insel) oder auch interkantonale Zusammenarbeit (Solothurn).
  • Wenn es um wirtschaftliche Stabilisierung geht, thematisieren die Verwaltungsräte in Aarau und Solothurn konkret den finanziellen Rahmen – etwa durch Fokus auf rentable Leistungen und Eigentümervorgaben. Die Insel Gruppe benennt Wirtschaftlichkeit als zentrales Feld, jedoch weniger dominant.
  • Kaum überraschend erscheint, dass alle die Qualität und den Fokus auf den Patienten betonen. Qualitätssicherung und Exzellenz gehören zu den Leitwerten.



  • KSA
  • Insel Gruppe
  • solothurner spitäler
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