Kanton Bern prüft neue Versorgungsmodelle in der Geburtshilfe

Die kantonale Gesundheitsdirektion, die Spitäler FMI, die Spital STS AG und die Berner Fachhochschule suchen gemeinsam neue Ideen für die Geburtshilfe.

, 26. Februar 2026 um 10:33
image
Symbolbild: Hollie Santos on Unsplash
Im Kanton Bern sollen neue Wege in der geburtshilflichen Versorgung ausgelotet werden. Die Gesundheitsdirektion, die Spitäler FMI AG, die Spital STS AG und die Berner Fachhochschule (BFH) haben ein Projekt lanciert, das erstmals wissenschaftlich untersucht, wie integrierte und langfristig tragfähige Versorgungsmodelle aussehen könnten.
Hintergrund sind tiefgreifende Veränderungen: Neben dem Fachkräftemangel prägen medizinischer Fortschritt, Spezialisierung und rückläufige Geburtenzahlen die Spitallandschaft. Gleichzeitig wächst bei werdenden Eltern der Wunsch nach individueller und möglichst wohnortnaher Betreuung, auch ausserhalb klassischer Spitalstrukturen.

Projektgestaltung

Wie es in einer Mitteilung heisst, setzt das Projekt bei drei Punkten an: den Bedürfnissen von Familien, Fachpersonen und Gemeinden, der besseren Vernetzung bestehender Angebote sowie der wirtschaftlichen und personellen Umsetzbarkeit neuer Modelle. Ziel sind Versorgungskonzepte, die qualitativ überzeugen und innerhalb der bestehenden gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen funktionieren.
Die BFH analysiert dazu bis Anfang 2027 die aktuelle Situation und bezieht verschiedene Akteure ein. Auf dieser Basis sollen – auch mit Blick auf internationale Beispiele – konkrete Vorschläge für das Berner Oberland erarbeitet und den Projektträgern zum Entscheid vorgelegt werden.
  • geburtshilfe
  • Spitäler FMI
  • bern
  • Spital STS AG
Artikel teilen

Loading

Kommentar

Mehr zum Thema

image

Neues Gesundheitszentrum in Münsingen kommt nicht so schnell

Das geschlossene Spital Münsingen soll in ein ambulantes Zentrum umgewandelt werden. Doch der Plan stockt. Vorerst darf nun ein Wohnheim das Spital nutzen.

image

Spital Uster investiert in Notfall, OP und Geburtshilfe

Das Spital Uster baut seine Infrastruktur weiter aus: Geplant sind ein ambulanter Operationssaal, eine neue Notfallstation und ein Geburtspavillon.

image

Gemeinsam gut: Neue Kooperation Biel – Insel Gruppe

Das Spital Aarberg und das geplante Bieler Zentrumsspital in Brügg sollen dereinst ihre Angebote koordinieren.

image

Oberländer Spitalgruppen wollen mehr zusammenarbeiten

Die Spitäler FMI im Osten und das Spital STS im Westen rücken näher zusammen. Denn der Kanton sieht nur noch eine Spitalregion vor.

image

Spitäler Fmi: Neue Leitende Ärztin der Inneren Medizin

Die Spitäler Fmi haben Viviane Djudja Fokam zur Kaderärztin der Allgemeinen Inneren Medizin am Spital Frutigen ernannt.

image

Spitäler Fmi: Neuer Leiter Finanzen

Martial Seifriz heisst der neue Leiter Finanzen. Er tritt die Nachfolge von Peter Wyss an, der Ende Mai 2026 vorzeitig in den Ruhestand geht.

Vom gleichen Autor

image

Barbara Küpfer wird CEO von Santéservices

Die neue Branchenorganisation der Krankenversicherer steht operativ unter neuer Führung: Barbara Küpfer wird ab April 2026 CEO von Santéservices.

image

LUKS lanciert digitalen Symptomchecker

Die Luzerner Kantonsspitalgruppe setzt ein Digitalangebot ein, das den Patienten eine Ersteinschätzung der Dringlichkeit von Beschwerden liefert – und eine Empfehlung zum weiteren Vorgehen.

image

Philippe Plodeck wird CEO des Spitalzentrums Biel

Philippe Plodeck, bisheriger Finanzchef und stellvertretender CEO übernimmt per März 2026 definitiv die operative Leitung des Spitalzentrums Biel. Er folgt auf Kristian Schneider, der zum BAG gewechselt hat.