Fidel Strub wurde als einer der hundert wichtigsten Menschen der Welt im Bereich Gesundheit ausgezeichnet.
Aufgewachsen ist Fidel Strub in Burkina Faso, als Sechsjähriger kam er in die Schweiz. Als Kleinkind war er an der Tropenkrankheit Noma erkrankt und überlebte diese nur durch viel Glück. Rund 90 Prozent der Kinder sterben daran.
Die Krankheit hatte allerdings Spuren hinterlassen: Sein Kopf war deformiert, der Gaumen und das Jochbein waren weg - nicht umsonst wird die Krankheit auch als Wangenbrand bezeichnet. Strub musste sich in der Folge ein Dutzend Mal operieren lassen, auch in Genf. Schliesslich adoptierte ihn ein Schweizer Ehepaar.
Seit Jahren kämpft er dafür, dass zu Noma geforscht wird und hat nun, gemeinsam mit zahlreichen Mitstreitern erreicht, dass die Weltgesundheitsorganisation WHO Ende 2023 die heimtückische Tropenkrankheit auf die Liste der vernachlässigten Krankheiten setzte.
Ein Meilenstein, wie Jürg Utzinger, der Direktor des Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts Swiss TPH gegenüber
«SRF» bestätigt. Denn damit sei der Grundstein gelegt für Forschung und Massnahmen, um diese Krankheit, die auch als Krankheit der Armen gilt, in den Griff zu bekommen. Eine Krankheit, die vor allem dort vorkommt, wo Kinder schlecht ernährt sind, ein geschwächtes Immunsystem haben und in schlechten hygienische Verhältnissen leben müssen.