Schon nach der Ausschreibung wurde spekuliert – jetzt ist es offiziell: Das Universitätsspital Zürich führt ein neues Klinikinformationssystem (KIS) vom US-Unternehmen Epic ein. Dies hat der Spitalrat auf Antrag der Direktion beschlossen, so die
Mitteilung.Das neue KIS wird in frühestens in zwei Jahren eingeführt und soll fünfzehn verschiedene Applikationen ersetzen. Der Preis: 94,8 Millionen Franken in einem Zeitraum von 10 Jahren.
Die Evaluation erfolgte unter Einbezug von Angestellten der verschiedenen Fach- und Führungsbereiche.
Entscheid
Zu den Gründen, weshalb sich das USZ für Epic entschieden hat, heisst es: «Epic reichte dasjenige Angebot ein, das den Bedürfnissen der Patientinnen und Patienten, den Anforderungen der Mitarbeitenden und den Prozessen im USZ als Universitätsspital am besten entspricht». Die Vergabe erfolge mit einer hohen Sensibilität für die Sicherstellung des Datenschutzes.
Das Angebot von Epic erfülle nicht nur als einziges die komplexen Anforderungen des USZ als Universitätsspital, sondern erweist sich trotz vergleichsweise hoher Initialkosten im langfristigen Betrieb als die kosten- und nutzeneffizienteste, integrierte Gesamtlösung. Sie verfügt zudem über eine hohe Anzahl standardisierter Schnittstellen.
- Epic ist eine führende Anbieterin von Klinik- und Laborinformationssystemen. Über 2’000 Gesundheitseinrichtungen weltweit nutzen die Software von Epic, darunter Universitätsspitäler wie die Mayo Clinic (USA) und das Toronto General – University Health Network (Kanada).
- In der Schweiz nutzen bereits das Luzerner Kantonsspital und die Insel Gruppe die Software. Am Kinderspital Zürich ist die Einführung in Planung.
- Das USZ und das Kinderspital Zürich beabsichtigen im Zusammenhang mit der KIS-Beschaffung, enger zusammenzuarbeiten und gemeinsame Synergien zu nutzen.
Das neue KIS soll für die Patienten wie auch für die Angestellten gleichermassen Vorteile bringen: «Wir verfolgen die Vision des durchgehenden Patientenpfades. Das heisst: Vom Termin bis zum Austritt erhalten die Patienten und USZ-Mitarbeitenden einen spürbar besseren Informationszugang. Damit folgen wir konsequent unserer USZ-Strategie 2030, bei der die Digitalisierung zentral für die Zukunftsfähigkeit des Spitals ist», erklärt USZ-CEO Monika Jänicke.
Und weiter: «Mit dem neuen KIS werden wir ein effizientes Hilfsmittel erhalten, das uns spürbar besser in unserer täglichen Arbeit unterstützt. Ich bin überzeugt, dass Mitarbeitende wieder mehr das tun können, wofür sie sich in der Ausbildung und im Beruf entschieden haben», betont Jänicke.