Zürich: Das innovativste Projekt für die integrierte Versorgung

Der Verein Gesundheitsnetz 2025 hat ein gemeinsames Projekt der Spitex und der Psychiatrisch Psychologischen Poliklinik ausgezeichnet: als innovativstes Projekt, das die integrierte Versorgung in Zürich fördert.

, 2. August 2016, 07:44
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Bereits zum sechsten Mal führte der Zürcher Verein Gesundheitsnetz 2025 seinen Projektwettbewerb durch. Gesucht waren innovative Projekte, welche die integrierte Versorgung in Zürich fördern. 
Beurteilt wurden die insgesamt neun Projekte anhand der Hauptkriterien Patientennutzen, Vernetzung und Innovation.

Der Gewinner ist «mind the gap»

Gewonnen hat den mit 10‘000 Franken dotierten Wettbewerb das Projekt «mind the gap», wie aus dem aktuellen Newsletter hervorgeht. 
Hier sind aus Sicht der Jury die organisationsübergreifende Zusammenarbeit und der Patientennutzen besonders deutlich erkennbar. 

«Reduziert Drehtür-Effekt» 

«Das Projekt mind the gap vereint zwei bereits bestehende, sinnvolle Unterstützungsmassnahmen und ermöglicht in der Stadt Zürich eine effizientere Betreuung von psychisch kranken Menschen zu Hause», sagt Patrick Holzer, der Jury-Präsident und Leitender Arzt beim santémed Gesundheitszentren in Zürich-Wiedikon.
So werden laut Holzer mögliche Krisensituationen schneller erfasst und vermieden und der Drehtür-Effekt im Gesundheitssystem reduziert.  
Die Jury entschied sich, folgende Projekte zu nominieren:
  • mind the gap (Gewinner): Ein gemeinsames Projekt von Spitex Zürich und der Psychiatrisch Psychologischen Poliklinik Zürich (PPZ). Das Projekt soll die ambulante Versorgung von psychisch kranken Menschen in der Stadt Zürich deutlich verbessern, indem ein mobiles, multiprofessionelles Team Menschen in psychischen Ausnahmesituationen zu Hause besucht und betreut. 
Dank dem mobilen Kriseninterventionsteam von PPZ und Spitex Zürich, welches auch in akuten Situationen einsatzbereit ist, kann das Risiko für schwere Verläufe und sogar stationäre Aufenthalte gesenkt werden.
(mehr dazu hier)

  • Klartext: Das Projekt wurde eingereicht vom Büro für Leichte Sprache von Pro Infirmis Zürich. Es rückt Patientinnen und Patienten ins Zentrum und macht komplexe Informationen für sie klar und verständlich. Indem Patientinnen und Patienten besser informiert sind, können sie besser in Entscheidungen und Therapien einbezogen werden. Das Projekt Klartext ist laut Beschrieb in der Schweiz einzigartig und steht noch ganz am Anfang. Es kann eine sehr positive Wirkung im Gesundheitswesen und in anderen Sektoren entfalten.
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