So rechnen Mitarbeiter mit ihrem Chefarzt ab

In Deutschland haben Ex-Kollegen eines Chefarztes aus Erfurt eine bitterböse Anzeige geschaltet.

, 14. Februar 2017, 10:49
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«Wir sind dankbar miterleben zu dürfen, dass du nach 17 traurigen Jahren endlich den Weg aus Erfurt herausgefunden hast». So beginnt eine Zeitungsanzeige, die in der Samstagsausgabe der «Thüringer Allgemeine» erschienen ist – verziert mit vier bunten Luftballons.
Die Urheber der Anzeige: offenbar ehemalige Mitarbeitende eines Anästhesie-Chefarztes, der in einer Klinik in Erfurt arbeitete. Aus der schriftlichen Rache geht allerdings nicht hervor, was sie ihm genau vorwerfen. 
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(Thüringer Allgemeine)
Sie sprechen ihm aber sämtliche Fähigkeiten für eine Chefarztposition ab, so der Wink in der Abschiedsanzeige. «Um Chefarzt zu sein, braucht man eben Köpfchen und Händchen, soziale und fachliche Kompetenz, sowie Empathie, Worte, die dir völlig fremd sind.»
Wer genau hinter der Anzeige steht, ist unklar. Offenbar will ihm da jemand Schaden zufügen, um ein angeblich oder tatsächlich erlittenes Unrecht auszugleichen. Wie dem auch sei: Das Inserat macht nun via (soziale) Medien die Runde (hierhierhier, hier oder hier).

Ist das erlaubt?

So gemein die Anzeige wirkt, verboten ist sie offenbar nicht. «Der Text kann als freie Meinungsäusserung zulässig sein. Er ist hinreichend anonymisiert», erklärte der Präsident der Thüringer Rechtsanwaltskammer Jan Kestel gegenüber der «Bild-Zeitung».
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