Wegen Coronavirus verschoben: Ministertreffen zu Patientensicherheit

Weil die Minister genug mit dem Coronavirus zu tun haben, hat die Schweiz ein Gipfeltreffen in Montreux zum Thema Patientensicherheit abgesagt.

, 19. Februar 2020, 14:15
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  • patientensicherheit
  • politik
Das Coronavirus hat dem wichtigen Gipfeltreffen in Montreux den Rang abgelaufen: Das Eidgenössische Departement des Innern hat nach vorgängiger Benachrichtigung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschlossen, eine Veranstaltung für die Förderung der Patientensicherheit zu verschieben.
Die Covid-19-Epidemie mache die Anwesenheit mehrerer Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihrem eigenen Land unerlässlich, schreibt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) in einer Mitteilung. An sich hat die Schweiz Ende Februar Gesundheitsfachpersonen und politische Entscheidungsträger aus der ganzen Welt erwartet, um über die Qualität der Gesundheitsversorgung und über die Umsetzung von Massnahmen zu diskutieren.

Am nächsten Gipfel bereits Diskussion übers Coronavirus traktandiert

Ein Teil der in Montreux erwarteten Spezialistinnen und Spezialisten seien aber gegenwärtig mit dem Krisenmanagement in ihrem eigenen Land beschäftigt. Durch die Verschiebung auf einen späteren Zeitpunkt erhofft sich die Schweiz, Lehren aus der Bewältigung der Covid-19-Epidemie und der Wirksamkeit der in den verschiedenen Ländern getroffenen Massnahmen ziehen zu können.
Am «Global Ministerial Summit on Patient Safety» hätten sich am 27. und 28. Februar zum fünften Mal wichtige Vertreter treffen und über die Förderung der Patientensicherheit diskutieren sollen.
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