US-Forschungsinstitut setzt 100 Millionen auf die Schweiz

Weitere Verstärkung für den Onkologie-Standort Schweiz: Das Ludwig Cancer Research Institute baut seine Präsenz in Lausanne massiv aus.

, 12. Juni 2015 um 07:43
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Der Kanton Waadt setzt auf die Krebsforschung. Der Regierungsrat hat vier Projekte bewilligt, in denen insgesamt 88,75 Millionen Franken in Forschungszentren der Uni Lausanne beziehungsweise des Centre hospitalier universitaire vaudois (CHUV) investiert werden sollen. 
Dabei soll ein Gebäude dem Ludwig Cancer Research Institute dienen. Das New Yorker Institut will seinerseits mehr als 100 Millionen Franken in den Standort Lausanne investieren – verteilt auf die nächsten zehn Jahren. Der Rahmenvertrag mit dem Kanton Waadt sieht eine dreissigjährige Präsenz vor.
Im Zentrum der Forschungen steht die Immunotherapie, hier soll gemeinsam mit der Uni Lausanne und dem CHUV ein neues Kompetenzzentrum entstehen. 
Die Waadtländer Forscher und das Institut Ludwig arbeiten bereits seit 2011 auf diversen Ebenen zusammen.

Starke Unis, starke Biotech-Startups

«Wir sind sehr enthusiastisch über die Idee, in Lausanne einen Zweit von Ludwig zu eröffnen», sagt Edward McDermott, der CEO des New Yorker Forschungsunternehmens. «Wir waren sehr beeindruckt über die Art und die Tiefe der wissenschaftlichen und informationstechnischen Expertise, die wir dort angetroffen haben – und zwar nicht nur in den akademischen Institutionen, sondern auch in den Biotechnologiefirmen.»
Er sei überzeugt, so McDermott, dass diese Partnerschaft von grossem Nutzen sein werde für Krebspatienten weltweit.
Zum Leiter des Ludwig-Zentrums in der Romandie wurde George Coukos ernannt. Der Onkologe leitete bereits seit 2012 das – noch kleinere – Ludwig Center an der Universität Lausanne.

  • Zur Mitteilung der Universität Lausanne
  • Zur Mitteilung des Ludwig Cancer Research Institute

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