Unispital Basel erhöht die Löhne im Pflegebereich

Höhere Löhne, mehr Zeitgutschriften und mehr Schichtbonus: Das Universitätsspital Basel (USB) will mit mehreren Massnahmen die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden verbessern.

, 28. Oktober 2021, 11:13
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Das Universitätsspital Basel (USB) budgetiert für das nächste Jahr 4,7 Millionen für Lohnerhöhungen. Davon gehen 3 Millionen an alle an der Lohnrunde beteiligten Mitarbeitenden, der Rest zusätzlich an die Pflege/MTT-Funktionen, wie das Unispital am Donnerstag mitteilt. 
Für die Angestellten im Bereich Pflege/MTT ergibt das eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 1,3 Prozent. Die übrigen Mitarbeitenden erhalten, trotz nach wie vor angespannter wirtschaftlicher Situation, eine Lohnerhöhung von durchschnittlich 0,7 Prozent.

Mehr Geld für zusätzliche Stellen

Hinzu kommen weitere 4,7 Millionen für Verbesserungen der Anstellungsbedingungen im Bereich Pflege- und MTT-Berufe, teilt das USB weiter mit. Konkret ist die Erhöhung des Schichtbonus bei Nachtdienst von 20 auf 30 Prozent vorgesehen, bei einer Verlängerung um 1 Stunde bis 7 Uhr morgens.
Das USB geht zudem noch einen Schritt weiter. Es verdoppelt die Zeitgutschrift für kurzfristige Einsätze aus einem freien Tag von 25 auf 50 Prozent. Und weitere 1,2 Millionen Franken will das USB für die Finanzierung von zusätzlichen Stellen einsetzen: zum Beispiel für Assistentinnen Gesundheit oder Fachangestellte Gesundheit (Fage).

Weitere Massnahmen geplant

Die Führungsgremien des Basler Unispitals befassen sich gemäss Mitteilung seit geraumer Zeit mit der Frage der Ausgestaltung von Anstellungsbedingungen. Diese sollen insbesondere im Bereich Pflege und MTT den Belastungen entgegenwirken – und so auch zu einem Verbleib im Beruf beitragen. 
Die angekündigten Veränderungen bezeichnet das USB als eine «deutliche Verbesserung der Anstellungsbedingungen für die Pflege». Das Spital hat bereits Massnahmen zur Entlastung ergriffen, etwa die bereits kommunizierte Erhöhung der Ausbildungslöhne um insgesamt 0.9 Millionen Franken. Derzeit erarbeitet das Spital ausserdem Kriterien, um ältere Beschäftigte vom Nachtdienst zu entlasten, die Verbesserung der Planungssicherheit sowie die Prüfung einer Zeiterfassung mittels Stempeln in weiteren Bereichen.
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