Swiss Quality Award: Das sind die Gewinner

Die Preise für Qualitätsprojekte im Gesundheitswesen gingen an das Universitätsspital Lausanne (CHUV), das Kantonsspital Aarau, das Start-up Sublimd und die Stiftung SCQM.

, 15. August 2017, 07:35
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Am 6. Dezember 2017 wurde in Solothurn zum 8. Mal der Swiss Quality Award verliehen für Projekte, die die Qualität im Gesundheitswesen nachhaltig verbessern. Dabei gingen zwei Auszeichnungen an die Kategorie «stationär» und zwei an die Kategorie «ambulant / sektorenübergreifend».
Insgesamt wurden 21 Projekte eingereicht und bewertet. Das Preisgeld beträgt 10'000 Franken pro Kategorie. Die Austragung wurde vom Schulungsunternehmen SAQ-Qualicon in Partnerschaft mit der Schweizerischen Gesellschaft für Qualitätsmanagement (SQMH) und der Berner Fachhochschule Gesundheit organisiert.

1. Preis «stationär»: Leila Guesmia, CHUV, für interprofessionelle Zusammenarbeit

Die Pflegefachfrau Anästhesie und Projektleiterin am Centre hospitalier universitaire vaudois in Lausanne erhielt den Preis für ihr Projekt «Intégration de l'evaluation clinique infirmiere dans une unité de médecine interne». Ziel war es, die klinische Bewertung in die Pflege zu integrieren, um die Patientensicherheit zu verbessern. Neu an dem Projekt ist, dass Pflegepersonal und medizinisches Personal involviert waren.
Das Pilotprojekt erstreckt sich auf eine interne medizinische Einheit mit etwa 20 Betten. Die Einheit wurde 2013 gegründet und besteht aus einem Pflegeteam, das grösstenteils weniger als ein Jahr Erfahrung hat. Ausserdem wird der Nachtdienst von Ärzten geleistet, die in einem anderen Gebäude stationiert sind. Im Kern ging es um die Entwicklung der Kompetenzen der Pflegefachfrauen und der interprofessionellen Dialogs, die beide verbessert werden konnten.

2. Preis «stationär»: Dorothée Wandel, KSA, für Qualitätssicherung bei parenteralen Nährlösungen

Immer wieder kommt es vor, dass Babys in der Klinik wegen verunreinigter Nährlösungen sterben. Das Projekt von Dorothée Wandel von der Spitalpharmazie am Kantonsspital Aarau (KSA) hatte zum Ziel, im eine mikrobiologische Qualitätskontrolle einzuführen, welche in der Lage ist, eine Kontamination möglichst innert 24 Stunden zu erkennen. Es zeigte sich das das unter Einsatz von computergestützten Blutkulturautomaten möglich ist.
Laut Dorothée Wandel konnte «die nachgewiesene Sicherheit des Endprodukts und damit die Patientensicherheit substanziell verbessert werden». Nach einer 6-monatigen Pilotphase wurde die Methode standardmässig im KSA eingeführt. Derzeit werden weitere Einsatzgebiete geprüft.

1. Preis «ambulant»: Eric Kuhn, Sublimd, für eine Praxissoftware

Der Informatiker Eric Kuhn und drei junge Ärzte haben ein Programm entwickelt, um Ärzte von administrativen Arbeiten zu entlasten. Die Idee dahinter: Patienten beantworten Routinefragen schon vor der Sprechstunde. Medinside hat kürzlich über ihr Start-up Sublimd berichtet (hier).

2. Preis «ambulant»: Sabine von Känel, SCQM Stiftung, für eine Patienten-App

Die App wurde von der Swiss Clinical Quality Management in Rheumatic Diseases (SCQM) entwickelt und ermöglicht den datengestützten Dialog zwischen Arzt und Patient. Der Krankheitsaktivität wie Gelenkschmerzen und Hautbefall sowie die Medikamenteneinnahme zwischen den Arztkontrollen werden über die App dokumentiert. Dies erlaubt ein präziseres Monitoring der Krankheit und verbessert die Therapieeinstellung. Die App lässt sich auf alle Krankheitsbilder adaptieren.


Zu den Preisträgern 2016

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