Spitaldrohnen heben heute wieder ab

Die Drohnen blieben nach zwei Abstürzen im Vorjahr zuletzt am Boden.

, 26. Januar 2020 um 07:00
image
Laborproben schneller und einfacher transportieren. Mit diesem Ziel setzte die Post für mehrere Spitäler in Zürich, Lugano und Bern ein. In Zürich kam es dabei im vergangen Jahr zu zwei Abstürzen. Eine der Zürcher Drohnen landete im Zürichsee, eine andere verfehlte eine Waldspielgruppe nur knapp. In der Folge blieben die Drohnen am Boden.
Heute nun steigen sie wieder in die Luft. Wie die Post in einer Mitteilung schreibt, startet am Montag der Betrieb in Lugano. Gemäss Medienberichten sollen die Drohnen Ende März auch in Zürich wieder fliegen. Das Berner Inselspital verzichtet vorerst auf die Wiederinbetriebnahme. Man wolle zuerst die Entwicklungen beobachten.

Restrisiko bleibt

Die Post schreibt, man habe in den letzten fünf Monaten gemeinsam mit dem Drohnenentwickler Matternet und einem «unabhängigen Expertenrat von erfahrenen Aviatikspezialisten» Massnahmen entwickelt und geprüft. Dabei wurden auch Verbesserungen beschlossen. So technische Massnahmen, durch welche die Drohnen auch bei windigen Flugbedingungen stabiler in der Luft liegen sollen. Gemäss eigenen Aussagen wurden in den letzten Monaten 2'000 Testflüge absolviert.
Die Post schreibt aber auch, dass es kein Nullrisiko gebe: «Um das Restrisiko so gering wie möglich zu halten, leitet die Drohne kontrollierte Fallschirmlandungen ein, wenn sie von definierten Normalwerten abweicht».
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

LUKS Gruppe: «Optimierung aller Arbeitsprozesse»

Das Jahresergebnis des Zentralschweizer Spitalkonzerns lag 2023 über dem Branchenschnitt.

image

Regionalspital Surselva: Schneearmer Winter

Das Spital in Ilanz betreute im letzten Jahr weniger stationäre und ambulante Patienten. Dies trug zum Verlust bei.

image

USB: Rechtsstreit abgewendet, 300 Millionen bewilligt

Über ein Millionen-Darlehen ans Unispital war ein Streit zwischen dem Kanton und den Basler Privatspitälern entflammt.

image

Das Spital Uster kehrt in die Gewinnzone zurück

Eine Fusion mit dem angeschlagenen Nachbarspital Wetzikon stehe nun nicht mehr zur Diskussion.

image

Neue Direktorin für das Spital Nidwalden

Ursina Pajarola ist ab Oktober die Direktorin des Spitals Nidwalden. Sie leitet derzeit noch eine Altersresidenz.

image

Deshalb bauten die Stararchitekten das neue Kispi

Seid ihr noch bei Trost, fragte sich ein SVP-Politiker beim Anblick des neuen Kinderspitals Zürich. Es gibt aber Gründe für den exklusiven Bau.

Vom gleichen Autor

image

Covid-19 ist auch für das DRG-System eine Herausforderung

Die Fallpauschalen wurden für die Vergütung von Covid-19-Behandlungen adaptiert. Dieses Fazit zieht der Direktor eines Unispitals.

image

Ein Vogel verzögert Unispital-Neubau

Ein vom Aussterben bedrohter Wanderfalke nistet im künftigen Zürcher Kispi. Auch sonst sieht sich das Spital als Bauherrin mit speziellen Herausforderungen konfrontiert.

image

Preisdeckel für lukrative Spitalbehandlungen?

Das DRG-Modell setzt Fehlanreize, die zu Mengenausweitungen führen. Der Bund will deshalb eine gedeckelte Grundpauschale - für den Direktor des Unispitals Basel ist das der völlig falsche Weg.