So will der Bund Palliative Care fördern

Der Bundesrat will mit verschiedenen Massnahmen die Betreuung und Behandlung von Menschen am Lebensende verbessern.

, 18. September 2020, 09:23
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Zwar sind in den vergangenen Jahren im Bereich Palliative Care bereits einige Massnahmen umgesetzt worden. Jedoch sind die Angebote noch nicht ausreichend in die bestehende Gesundheitsversorgung integriert sind. Zu diesem Schluss kommt der Bundesrat in einem aktuellen Bericht, der auf die Sozial- und Gesundheitskommission des Ständerats zurückgeht. 
Die Verfasser des Berichts stellen fest: Nicht alle Patientengruppen haben den gleichen Zugang zu Betreuung und Behandlung in der letzten Lebensphase, die medizinisch sinnvoll ist und sich an den individuellen Wünschen und Bedürfnissen der Betroffenen ausrichtet. 

Palliative-Care-Fachpersonen in Pflegeheimen

Der Bundesrat schlägt deshalb bessere Rahmenbedingungen vor: So sollen etwa mobile, ambulante und stationäre Angebote bei Bedarf ausgebaut werden und den Menschen in allen Regionen zur Verfügung stehen. 
Auch vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie gibt es Massnahmen: Künftig werden Palliative-Care-Fachpersonen in den Pflegeheimen bei der Pandemiebewältigung eingesetzt, um die Bedürfnisse sterbender Personen und ihrer Angehörigen stärker zu berücksichtigen. 

Empfehlungen für Kantone und Tarifpartner

Die meisten Massnahmen sollen gemeinsam mit den Kantonen und den betroffenen Akteuren im Rahmen der bestehenden Nationalen Plattform Palliative Care umgesetzt werden. Zudem enthält der Bericht Empfehlungen für Massnahmen, welche die Kantone beziehungsweise die Tarifpartner in eigener Verantwortung umsetzen sollen.

  • Bericht Lebensende: Bessere Betreuung und Behandlung von Menschen am Lebensende. 18. September 2020

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