Spitalzentrum Biel zeichnet vier Medizin-Informatiker aus

Das Spitalzentrum Biel vergibt den diesjährigen «Prix d’excellence» an zwei herausragende Medizininformatik-Projekte der Berner Fachhochschule.

, 15. September 2016 um 07:33
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«Die prämierten Projekte überzeugen durch einen engen Bezug zu Praxis und Spitalalltag und beweisen das enorme Zukunftspotenzial modernster Medizininformatik», heisst es in einer Medienmitteilung der Berner Fachhochschule (BFH). 
Der mit insgesamt 2'000 Franken dotierte Preis wird an diesem Freitag, 16. September 2016, im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in der Berner Fachhochschule in Biel verliehen. Der «Prix d’excellence» ist ein gemeinsames Projekt des Spitalzentrums Biel und der BFH

Beste Innovation: Selbstanamnese für den Notfall

sta.ma: Smart triage and anamnesis in medical admission: Stefan Johner und Piratheepan Mahendran entwickelten in ihrer Bachelor-Thesis einen Prototypen für die Selbstanamnese für die ambulanten Notfallbehandlung. 
Patienten erfassen die wichtigsten Informationen selber, die dann den behandelnden Ärzten in Echtzeit angezeigt werden. Eine erste Dringlichkeitsbeurteilung erfolgt danach automatisiert. Das Tool wurde in der Medix Notfallpraxis in Zürich erprobt und evaluiert.
Zudem sind Erweiterungen denkbar: etwa eine Anbindung an ein Triage-Tool, ein Tracking der Patienten mittels Barcode oder eine digitale Warteliste, die in Echtzeit auf einem Bildschirm im Wartezimmer angezeigt werden kann.

Beste Umsetzung: App für die Bariatrie

MIMOTI: Evaluation des Einsatzes einer mHealth-App für Patienten Follow-up: Zur Unterstützung des postoperativen bariatrischen Behandlungsprozesses entwickelten Aline Daniça Zaugg und Adrian Roman Wyss die mHealth-App MIMOTI. Im Zentrum stehen dabei die tägliche Bewegung sowie eine generelle Sensibilisierung für den eigenen Gesundheitszustand.
Die App wird seit dem 1. Mai 2016 produktiv im Rahmen einer klinischen Studie des Inselspitals Bern eingesetzt («The impact of daily physical activity on weight loss after bariatric surgery»). 
Bereits sind Erweiterungen angedacht, die weitere Komponenten wie Gamification oder die zusätzliche Erfassung von Ernährungsdaten ermöglichen sollen.
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