Uri finanziert erstmals Projekt mit Pflege-Expertinnen

Der Kanton Uri testet den Einsatz von Pflegefach-Personen mit Hochschulbildung. Uri und eine Krankenkasse wollen sich finanziell am Pilotprojekt beteiligen.

, 21. März 2017 um 09:18
image
  • uri
  • pflege
  • advanced nurse practitioners
  • praxis
  • hausärzte
Das Modell mit Advanced Nurse Practitioners (ANP) – also Pflegefach-Personen mit Hochschulbildung wird in einigen Ländern bereits eingesetzt. Auch in der Schweiz gibt es einzelne Hausarztpraxen, die solche «Pflegefach-Personen Plus» einsetzen.
Der Kanton Uri will nun mit einem Pilotprojekt testen, ob dieses Modell eine sinnvolle Lösung für das Problem der fehlenden Hausärzte sein kann. Dies war das zentrale Thema an der Urner Gesundheitstagung, wie das SRF-Regionaljournal berichtet.

Der Kanton Uri als Vorreiter

Eine von zwei Ärzten in Bürglen geführte Praxis stellt laut dem Bericht ab dem Sommer eine Pflegeexpertin an. Deren genaue Aufgaben stehen noch nicht abschliessend fest; als Beispiele wurden Hausbesuche oder die Behandlung von chronisch Erkrankten genannt.
Der Kanton Uri will sich – neben einer Krankenkasse und weiteren Partnern – finanziell am Projekt beteiligen. Uri wäre damit der erste Kanton, der dies tut. 
Das Pilotprojekt mit den speziell ausgebildeten Pflegeexpertinnen soll wissenschaftlich begleitet und ausgewertet werden, heisst es weiter. Je nach Ergebnis sollen weitere Praxen folgen.
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Die nächste Stufe: Behandlung per WhatsApp?

Die Lausanner Telemedizin-Firma Soignez-Moi testet einen neuen Kanal für den Arzt-Patienten-Kontakt.

image

Pflege: So gross wird die Ausbildungs-Lücke im Kanton Zürich

In den nächsten fünf Jahren dürfte mehr als ein Fünftel des Bedarfs an gut ausgebildeten Pflegefachleuten nicht abgedeckt sein – sagt eine Obsan-Studie.

image

An der ZHAW erwerben Sie das Knowhow für Schmerzbehandlungen

Um Chronifizierungen bei Schmerzen zu vermeiden, müssen alle Behandelnden gut zusammenarbeiten. Dies vermittelt das Masterstudium «Interprofessionelles Schmerzmanagement» an der ZHAW.

image

Nur noch Festangestellte? Super-Sache!

In Deutschland verzichtete eine Klinikgruppe vollständig auf Personalleasing. Jetzt zog man Bilanz.

image

Tardoc: Haus- und Kinderärzte protestieren

Der Verband mfe fordert in deutlichen Ton die Einführung des neuen Tarifsystems auf spätestens 2026.

image

Höchstens noch 45-Stunden-Woche für Pflege

Der Bundesrat will fixe Zeitvorgaben im Pflegebereich gesetzlich verankern. Die Spitäler protestieren.

Vom gleichen Autor

image

Arzthaftung: Bundesgericht weist Millionenklage einer Patientin ab

Bei einer Patientin traten nach einer Darmspiegelung unerwartet schwere Komplikationen auf. Das Bundesgericht stellt nun klar: Die Ärztin aus dem Kanton Aargau kann sich auf die «hypothetische Einwilligung» der Patientin berufen.

image

Studie zeigt geringen Einfluss von Wettbewerb auf chirurgische Ergebnisse

Neue Studie aus den USA wirft Fragen auf: Wettbewerb allein garantiert keine besseren Operationsergebnisse.

image

Warum im Medizinstudium viel Empathie verloren geht

Während der Ausbildung nimmt das Einfühlungsvermögen von angehenden Ärztinnen und Ärzten tendenziell ab: Das besagt eine neue Studie.