Nur noch mit Maske in Bahn und Busse

Ab Montag muss im öffentlichen Verkehr eine Maske getragen werden. Und: Wer aus Serbien, Kosovo oder Schweden einreist, muss in Quarantäne.

, 1. Juli 2020, 14:35
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Nun hat sich der Bundesrat doch durchgerungen: Ab Montag dürfen Züge, Trams und Busse in der Schweiz nur noch mit Maske bestiegen werden. Dasselbe gilt für Bergbahnen, Seilbahnen und Schiffe. Nur Kinder unter 12 Jahren sind von der Maskentragpflicht befreit.

Keine Bussen

Wer keine Maske trägt, werde nicht gebüsst, sagte Bundesrätin Simonetta Sommaruga an der Medienorientierung. Reisende, die keine Maske tragen, könnten jedoch vom Personal weggewiesen werden, ergänzte Peter Füglistaler, Direktor des Bundesamtes für Verkehr.
Bisher galt im öffentlichen Verkehr bloss  die dringende Empfehlung, zu Stosszeiten eine Maske zu tragen. Doch das befolgten nur wenige. Experten empfahlen deshalb eine Maskenpflicht. Auch einige Kantone wünschten schon seit einiger Zeit eine allgemeingültige Pflicht zum Maskentragen.

Zehn Tage Quarantäne für Einreisende aus Corona-Hotspot-Gebieten

Ab Montag müssen sich Einreisende in die Schweiz auch darauf gefasst machem, dass sie für zehn Tage in Quarantäne müssen. Diese neue Regelung gilt für die Einreise aus gewissen Corona-Hotspot-Gebieten, wie es derzeit Serbien, Kosovo und Schweden sind.
Weitere Länder sind derzeit noch nicht bekannt. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) will eine Liste dieser Gebiete veröffentlichen. Die Liste wird monatlich angepasst. Die betroffenen Personen werden im Flugzeug, im Reisebus und an den Grenzübergängen informiert.

Risikogebiete meiden

Bundesrat Alain Berset warnte generell davor, zum jetzigen Zeitpunkt in ein Risikogebiet zu reisen. Vollständige Reisefreiheit herrscht nur an den Grenzen zu Deutschland, Frankreich und Österreich.
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