Uni Freiburg: Neues Zentrum für Antibiotika-Resistenz

Die Universität Freiburg hat vor kurzem ein schweizerisches Expertenzentrum für den Kampf gegen neue Antibiotika-Resistenzen eröffnet.

, 7. März 2017 um 10:48
image
  • universität freiburg
  • forschung
  • medikamente
  • antibiotika
Die Hauptaufgabe des Nationale Referenz-Laboratoriums zur Früherkennung neuer Antibiotikaresistenzen und Resistenz-Mechanismen (Nara) ist es, neue Formen der Antibiotika-Resistenz in der Schweiz frühzeitig zu erkennen – und so Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit erzielen zu können.
Nara soll laut einer Mitteilung der Universität zudem eine optimale Behandlung mit Antibiotika vorschlagen und Ärzte medizinisch beraten, die infizierte Patienten in der Schweiz behandeln. Ferner habe es sich Nara zum Ziel gesetzt, neue schnelle Diagnosetests zu entwickeln.

Zusammenarbeit mit dem CHUV

Das Zentrum wurde im Zusammenhang mit der Nationalen Strategie Antibiotika-Resistenzen (StAR) des Bundes gegründet. Nara arbeitet unter anderem mit Spitälern (CHUV, Freiburger Spitalnetzwerk, Neuenburger Spitalnetzwerk und mit Privatlaboren) sowie mit dem Schweizerischen Zentrum für Antibiotikaresistenzen (Anresis) zusammen.
Die Leitung obliegt Patrice Nordmann, Professor für medizinische und molekulare Mikrobiologie am Departement für Medizin der Universität Freiburg. Im September findet unter der Schirmherrschaft der European Society of Clinical Microbiology and Infectious Diseases ein internationales Symposium über neue Resistenzen statt.
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Nestlé entwickelt Pizzen und Bowls für Semaglutid-Patienten

Eine eigene Marke soll den Nutzern von «Abnehmspritzen» wie Ozempic und Wegovy die entscheidenden Nährstoffe bieten.

image

Das «Time Magazine» ehrt noch einen Schweizer

Fidel Strub verlor seine rechte Gesichtshälfte an die Tropenkrankheit Noma. Seit Jahren kämpft er für deren Erforschung.

image

Auch Roche meldet Erfolg mit «Abnehm-Spritze»

Der Wirkstoff CT-388 zeigt in einer ersten Studie eine raschere Wirkung als ähnliche Produkte – und einen starken Einfluss auf die Blutzucker-Regulation.

image

Auch im Wallis sollen Apotheker freier Medikamente abgeben können

Dabei geht es nicht nur um tiefere Kosten – sondern auch um die Versorgung in Gegenden mit geringer Ärztedichte.

image

Was Verena Nold wirklich sagte

Die Santésuisse-Präsidentin teilt gegen die Politiker aus und unterstützt die Kostenbremse-Initiative.

image

Weniger Originalpräparate, mehr Biosimilars

Der Anteil an Biosimilars liegt bei 50 Prozent. Zu wenig - weshalb nun verschiedene Massnahmen in Kraft treten.

Vom gleichen Autor

image

Arzthaftung: Bundesgericht weist Millionenklage einer Patientin ab

Bei einer Patientin traten nach einer Darmspiegelung unerwartet schwere Komplikationen auf. Das Bundesgericht stellt nun klar: Die Ärztin aus dem Kanton Aargau kann sich auf die «hypothetische Einwilligung» der Patientin berufen.

image

Studie zeigt geringen Einfluss von Wettbewerb auf chirurgische Ergebnisse

Neue Studie aus den USA wirft Fragen auf: Wettbewerb allein garantiert keine besseren Operationsergebnisse.

image

Warum im Medizinstudium viel Empathie verloren geht

Während der Ausbildung nimmt das Einfühlungsvermögen von angehenden Ärztinnen und Ärzten tendenziell ab: Das besagt eine neue Studie.