Medbase: Neues Standbein im Zentrum von Zürich

Die Migros-Tochter übernimmt die Permanence am Hauptbahnhof Zürich. Sämtliche Mitarbeiter werden weiterbeschäftigt, die Leitung bleibt unverändert.

, 9. November 2017, 22:32
image
  • praxis
  • medbase
  • migros
  • zürich
  • ärztezentren
Nach zwei Jahrzehnten kommt die Permanence am Hauptbahnhof Zürich in neue Hände: Die 365-Tage-Grosspraxis war 1997 vom Internisten Jürg Müller-Schoop gegründet worden, seither blieb sie unabhängig von Versicherungen und Krankenkassen. Nun übernimmt die Medbase-Gruppe denn Betrieb.
«Mit Medbase haben wir eine ideale Partnerin gefunden, die den operativen Betrieb in unserem Sinne weiterführen wird», sagen Müller-Schoop und sein Partner, Permanence-Geschäftsführer James Koch.

Der Name bleibt

Die Permanence im Hauptbahnhof beschäftigt rund 60 Personen, davon 22 Allgemeinmediziner und Internisten. Dr. James Koch werde nach dem Besitzerwechsel weiterhin die Geschäftsführung innehaben, teilt Medbase mit. Auch bleibe der Name Permanence bestehen. Geplant werde aber eine Integration aller Unternehmensprozesse.
«Wir wollen den Patienten eine hervorragende medizinische Betreuung bieten und Standorte, die gut erreichbar sind», sagt Marcel Napierala, der CEO von Medbase. Mit dem Schritt setzt sich das entschlossene Wachstum der Migros-Praxisgruppe fort. Viele hätten dabei wohl zuerst erwartet, dass weitere Expansionsschritte in der Romandie und im Tessin erfolgen würden – dort ist Medbase noch eher schwach vertreten, während es in Zürich bereits ein halbes Dutzend Standorte führt. Im Februar eröffnete Medbase im Bahnhof Genf-Cornavin einen ersten Ableger in der Westschweiz

Gut 1'000 Angestellte

Seit der Übernahme des Swica-Ärztenetzwerks Santémed im Herbst 2015 ist Medbase definitiv der stärkste ambulante Anbieter im Land. Inzwischen hat das Unternehmen über 40 Zentren und gut 1'000 Mitarbeitende, davon rund 240 Ärzte. Medbase-Mediziner und -Therapeuten führen jährlich über 1,5 Millionen Konsultationen und Behandlungen durch.
Jürg Müller-Schoop, 76, hatte vor knapp zwei Jahren eine weitere Praxis gegründet, das Unternehmen Apodoc im Zürcher Kreis 5. Apodoc vereinigt eine Gruppenpraxis mit sechs Ärzten, eine Apotheke und ein Café am gleichen Ort und in derselben Firma.
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Gemeinde zweifelt an neuer Hausarztpraxis

Der finanzielle Anschub für eine neue Arztpraxis im Kanton Aargau gerät ins Stocken. Grund ist ein TV-Bericht im Schweizer Fernsehen.

image

Long Covid: Unter diesen Folgen können junge Erwachsene leiden

Kürzlich hat die Uni Zürich neue Daten zu einer Long-Covid-Studie mit Rekruten publiziert. Medinside war im Gespräch mit dem Research Team.

image

Medbase breitet sich auch in Basel aus

Die Migros-Tochter Medbase verstärkt ihre Position in beiden Basel. Sie übernimmt Medix Toujours mit ihren 87 Mitarbeitenden.

image

Medbase übernimmt eine weitere Arztpraxis

Die Migros-Tochter kauft das medizinische Zentrum Mediteam Gampelen. Das Team besteht aus rund 30 Gesundheits-Fachpersonen.

image

Migros will Anzahl seiner Psychotherapie-Praxen vervierfachen

Bis in das Jahr 2024 soll die Anzahl der Praxis-Gemeinschaften der Migros-Tochter Wepractice schweizweit auf 40 wachsen.

image

Gesundheitsdirektion schafft neue Abteilung Digitalisierung

Mit der Ernennung eines neuen Generalsekretärs in der Zürcher Gesundheitsdirektion soll die Digitalisierung innerhalb der Direktion mehr Gewicht erhalten.

Vom gleichen Autor

image

Brust-Zentrum Zürich geht an belgische Investment-Holding

Kennen Sie Affidea? Der Healthcare-Konzern expandiert rasant. Jetzt auch in der Deutschschweiz. Mit 320 Zentren in 15 Ländern beschäftigt er über 7000 Ärzte.

image

Wer will bei den Helios-Kliniken einsteigen?

Der deutsche Healthcare-Konzern Fresenius sucht offenbar Interessenten für den Privatspital-Riesen Helios.

image

Deutschland: Investment-Firmen schlucken hunderte Arztpraxen

Medizin wird zur Spielwiese für internationale Fonds-Gesellschaften. Ärzte fürchten, dass sie zu Zulieferern degradiert werden.