Kritik an Plänen der Spitäler

Der Präsident der Zürcher Ärzteverbands sieht in den neuen Ambulatorien der Spitäler eine Konkurrenz.

, 8. Oktober 2020, 08:09
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Der Trend ist klar und politisch gewünscht: weg von stationären Behandlungen, hin zu ambulanten. Mancherorts werden dazu nicht einfach die bestehenden Behandlungsräume umgewandelt. Die Spitäler nutzen die Veränderung, um neue Ambulatorien zu eröffnen, «nahe an den Patientinnen und Patienten», wie die Verantwortlichen dann jeweils sagen.
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Der neue Standort des USZ beim Flughafen in Kloten. | zvg
Doch die offensive Strategie der Spitäler kommt nicht überall gut an. Beispielsweise Kanton Zürich. Dort hatte Anfang Oktober das Unispital ein grosses Ambulatorium inklusive Permanence am Flughafen in Kloten eröffnet. Auch die beiden städtischen Spitäler, das Waid- und Triemlispital, eröffnen im kommenden Jahr unweit der Zürcher Hauptbahnhofs ein neues Ambulatorium. Beim neuen Angebot der Stadtspitäler herrschte auch in der Politik seltene Einigkeit: Die Kredite für den Umbau und die jährliche Miete wurde ohne Gegenstimme überwiesen.
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Am Gustav-Gull-Platz soll das Ambulatorium der Zürcher Stadtspitäler entstehen. | zvg
Beim neuen Angebot der Stadtspitäler herrschte auch in der Politik seltene Einigkeit: Die Kredite für den Umbau und die jährliche Miete wurde ohne Gegenstimme überwiesen.

Konkurrenz oder positiver Effekt?

Nicht glücklich mit diesen Entwicklungen ist Josef Widler. Wie der Präsident der Zürcher Ärztegesellschaft gegenüber Radio SRF sagt, konkurrenzierten diese damit die Hausärzte. Man wisse, dass Ambulatorien defizitär arbeiteten. Wenn nun die Stadt Zürich Millionen i investiere, würde damit «teure Medizin» gestützt, so Widler Das sei für die eigentlich günstiger arbeitenden Hausärzte nicht gerecht.
Gegenüber Radio SRF widerspricht André Zemp vom Stadtspital Triemli und Waid. Er zeigt sich überzeugt davon, dass die Hausärzte von den neuen Angeboten profitieren werden.
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