Kritik an Reaktivierung von pensioniertem Personal

Pensionierte gehörten zur Risikogruppe und müssten geschützt werden, sagt der Berufsverband.

, 13. März 2020, 13:39
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Der Coronavirus ist für das Gesundheitswesen eine Herausforderung. Auch beim Personal drohen folgenreiche Engpässe. Mehrere Spitäler haben deshalb bereits angefangen, pensionierte Fachpersonen zu reaktiveren, wie Medinside berichtete. Das Vorhaben sorgt für Irritationen. 

Wird Risikogruppe zu wenig geschützt?

Eine Medinside-Leserin, nach eigenen Angaben Intensivpflegefachfrau, schreibt dazu: «Wer über 65 Jahre alt ist, gehört bekanntlich zur Risikogruppe. Und genau diese Risikogruppe soll wieder in die Spitäler zurückgeholt und somit einer erhöhten Ansteckungsgefahr ausgesetzt werden! Das interessiert ausser dem Pflegepersonal vermutlich niemanden! Bundesrat Alain Berset und Daniel Koch vom BAG betonen doch immer wieder, man müsse die Risikogruppen schützen. Gilt das beim Pflegepersonal nicht?»
Nachfrage beim vom Berufsverband der Pflegfachpersonal SBK, was man dort vom Ansinnen, pensionierte Fachkräfte zu reaktivieren hält. Geschäfstführerin Yvonne Ribi sagt, sie erachte ein «solches Ansinnen in der Pflege als sehr kritisch». Und weiter «Es macht keinen Sinn, eine Personen, die einer Risikogruppe angehören, dem Virus auszusetzen. Wir sind mit dem BAG in Kontakt, um weitere Massnahmen gegen eine Personalknappheit zu diskutieren.»
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