Krankenkassen machen ihre Agenturen dicht

Die Krankenkasse Assura ist nur noch elektronisch und per Post zu erreichen. Auch die anderen Krankenversicherer haben ihre Standorte für die Kunden geschlossen.

, 18. März 2020, 12:51
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«Unser Call-Center kann Ihre Anrufe nicht mehr entgegennehmen», schreibt die Assura ihren Kunden. Wer Beratung möchte, muss auf die Online-Dienste ausweichen. Auch ihre 15 Agenturen in der Schweiz hat die Krankenversicherung geschlossen.

Die dringlichste Frage: Was zahlt die Grundversicherung?

«Viele Mitarbeitende arbeiten zuhause», begründet Assura-Sprecherin Karin Devalte diese Massnahme. «Deshalb beschränken wir nun den Austausch mit den Versicherten auf den elektronischen Weg und die Post.» Nur so könne die Rückerstattung von Arztrechnungen aufrechterhalten bleiben.
Eine der drängendsten Fragen der Versicherten lautet derzeit, welche Kosten in Zusammenhang mit dem Corona-Virus rückerstattet werden. Die Antwort lautet: Die Grundversicherung übernimmt den Coronavirus-Test - allerdings nur für Personen mit Symptomen - und sie übernimmt auch allfällige Behandlungskosten.

CSS und Helsana nur noch per Telefon und elektronisch erreichbar

Andere Versicherungen, so auch die CSS und die Helsana, haben die Schalter ihrer Agenturen ebenfalls geschlossen. Sie sind im Gegensatz zur Assura aber noch per Telefon erreichbar. Doch auch die CSS versucht, ihr Personal zu schützen. So möchte sie möglichst viele Angestellte zuhause arbeiten lassen und ruft deshalb die Versicherten dazu auf, ihre Rechnungen nicht mehr per Post sondern digital einzureichen. Das vereinfache es den Mitarbeitenden, zuhause zu arbeiten.
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