KSW: Wachstum bei den Patienten, Dämpfer beim Gewinn

Auch das Kantonsspital Winterthur konnte im letzten Jahr die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Patienten senken.

, 21. April 2016, 09:55
image
  • jahresabschluss 2015
  • kantonsspital winterthur
  • zürich
  • spital
Im vergangenen Jahr 2015 behandelte das Kantonsspital Winterthur 5 Prozent mehr Patienten stationär als im Vorjahr – es erreichte insgesamt 26'463 Fälle. Die Zahl der ambulant behandelten Patienten erhöhte sich ebenfalls um gut 5 Prozent. 
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sank von 5,7 Tagen im Vorjahr auf 5,5 Tage im Jahr 2015.

Die Rolle des Bundesrats

Die Jahresrechnung schloss mit einem Gewinn von 16,4 Millionen Franken; dies waren 12,4 Millionen Franken weniger als 2014. Das Kantonsspital Winterthur erklärt dies einerseits damit, dass der Tarif-Eingriff des Bundesrats von 2014 nun spürbar wurde (eine Erklärung, mit der auch die Universitätsspitäler von Basel und Zürich einen Gewinndämpfer 2015 begründeten).
Und in Winterthur kamen noch Sonderabschreibungen auf den Gebäuden im Umfang von weiteren 3 Millionen Franken hinzu.

Zum Jahresbericht 2015 des Kantonsspitals Winterthur

Bei einem Betriebsertrag von 468 Millionen Franken erreichte die Gewinnmarge damit 3,5 Prozent, und die (zur Einschätzung der nachhaltigen Finanzierungssituation nützliche) Ebitda-Marge lag bei 6,8 Prozent.
Der Spitalrat beantragt, von den 16,4 Millionen Franken Gewinn den Betrag von 3,5 Millionen Franken dem Kanton zuzuführen und 12,9 Millionen auf die neue Rechnung vorzutragen.

Effizienz beim Personal

Mit einem Plus von 6,2 Prozent wuchs die Stellenzahl ein bisschen steiler als das Patientenaufkommen: Im Schnitt bot das Kantonsspital Winterthur letztes Jahr 2'286 Stellen an; dies waren 134 mehr als 2014.
image
Grafiken: Jahresbericht KSW
Andererseits entfielen bei einem Personalaufwand von 294 Millionen Franken gut 129'000 Franken auf eine Stelle – was sogar etwas weniger war als im Jahr davor: 2014 hatte der Aufwand pro Stelle noch knapp 131'000 Franken betragen. 
Diese Stellen verteilten sich letztes Jahr auf gut 3'300 Personen, oder genauer: Ende letzten Jahres beschäftigte das KSW 3'358 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Freiburger Spital muss Operationen verschieben

Das Freiburger Spital HFR sieht keine andere Lösung mehr: Weil alle Betten ausgelastet sind, verschiebt es nicht dringende Eingriffe.

image

Die Rega scheitert im Wallis an Air Zermatt und Air Glacier

Der Kampf der Rettungs-Unternehmen um den Walliser Luftraum ist entschieden: Die Rega erhält keinen Auftrag.

image

Nun macht auch Team der Uroclinic in Wetzikon mit

Die Urologieabteilungen des Zürcher Unispitals und des GZO Spitals Wetzikon nehmen einen dritten Partner auf: Die Uroclinic Wetzikon.

image

Dieses Foto aus dem Zürcher Kinderspital holt einen Preis

Ein Bild der Fotografin Barbora Prekopová vom Kinderspital Zürich erhält die Auszeichnung als «bestes PR-Foto des Jahres 2022».

image

José Oberholzer auf dem Sprung in die Schweiz?

Der Chirurg José Oberholzer soll angeblich die Funktion als neuer Klinikdirektor der prestigeträchtigen Transplantations-Chirurgie am Zürcher Unispital übernehmen.

image

Nationalfonds unterstützt St.Galler Forschung zu «Long Covid»

Natalia Pikor vom Kantonspital St.Gallen erhält vom Nationalfonds Fördergelder in Millionenhöhe. Es ist nicht das einzige geförderte Forschungsprojekt.

Vom gleichen Autor

image

Brust-Zentrum Zürich geht an belgische Investment-Holding

Kennen Sie Affidea? Der Healthcare-Konzern expandiert rasant. Jetzt auch in der Deutschschweiz. Mit 320 Zentren in 15 Ländern beschäftigt er über 7000 Ärzte.

image

Wer will bei den Helios-Kliniken einsteigen?

Der deutsche Healthcare-Konzern Fresenius sucht offenbar Interessenten für den Privatspital-Riesen Helios.

image

Deutschland: Investment-Firmen schlucken hunderte Arztpraxen

Medizin wird zur Spielwiese für internationale Fonds-Gesellschaften. Ärzte fürchten, dass sie zu Zulieferern degradiert werden.