Weniger Apotheker, dafür mehr Ärzte

Immer mehr Ärzte und Ärztinnen machen sich selbständig. Dafür will niemand mehr für eine Apotheke zuständig sein. Auch die Neuzulassungen für Zahnärzte sind rückläufig.

, 29. September 2021, 13:33
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Die Statistik des letzten Jahres zeigt deutlich, wohin der Trend geht: Immer mehr Ärzte wollen auf eigene Rechnung arbeiten. Bei den Apothekern hingegen ist das Interesse massiv am Schwinden.

3000 neue Zulassungen für Ärzte

Konkret: Fast 3000 Ärztinnen und Ärzte haben letztes Jahr neu eine Berufsausübungsbewilligung erhalten. Noch vor sechs Jahren waren es bloss 1760 (siehe Grafik unten).
Seit letztem Jahr haben in der Schweiz nun insgesamt 37 760 Personen eine Bewilligung, den Arztberuf in so genannter «eigener fachlicher Verantwortung» auszuüben.

Nur 273 Zulassungen für Apotheker

Ganz anders sieht es bei den Bewilligungen für Apotheker und Apothekerinnen aus: Nur 273 Personen wollten sich letztes mit einer eigenen Apotheke oder in einer Apothekenkette selbständig machen. Im Rekordjahr 2017 waren es über 1500.
Das führt dazu, dass es seit letztem Jahr erstmals wieder weniger Personen gibt, die eine Bewilligung haben, eine Apotheke zu führen: Es sind nur noch 7470 - gut 60 weniger als im Vorjahr.

Zahnarzt-Bewilligung noch am Steigen

Bei den Zahnärzten gehen die neuen Bewilligungen ebenfalls zurück, jedoch nicht so stark wie bei den Apothekern. Die Gesamtzahl der zugelassenen Zahnärzte ist immer noch am Zunehmen und beträgt nun 7600.
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Quelle: Medizinalberuferegister BAG
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Anmerkungen: Ab dem Jahr 2019 werden – anders als in den Jahren davor – auch die inaktiven erteilten Berufsausübungsbewilligungen ausgewiesen. Dies erklärt den stärkeren Anstieg der Anzahl Berufsausübungsbewilligungen zwischen den Jahren 2018 und 2019. Quelle: Medizinalberuferegister BAG
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