KSBL-Ambulatorium: Hausärzte erheben Protest

Der Basler Hausärzte-Verband kritisiert das Kantonsspital Baselland: Das geplante Ambi in Liestal verursache nur einen weiteren Kostenschub.

, 27. März 2017, 09:12
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Das Kantonsspital Baselland (KSBL) will bekanntlich am Bahnhof in Liestal ein Ambulatorium bauen. Die Vereinigung der Hausärztinnen und Hausärzte (VHBB) zeigt sich darüber nun «irritiert und befremdet», wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht.
Für ein solches Ambulatorium gibt es nach Ansicht der Hausärzte zum jetzigen Zeitpunkt keinen Bedarf. Die Mediziner kritisieren ferner, dass sie «bei dieser wichtigen gesundheitspolitischen Entscheidung einer kantonalen Institution» in keiner Weise einbezogen worden sind.

Konkurrenzspitäler ausschalten

Es sei voraussehbar, dass ein neues Ambulatorium einen weiteren Kostenschub verursachen würde – auf dem Buckel der Steuerzahler, so das Argument. 
Offenbar gehe es dem KSBL darum, die Patienten von Liestal direkt ins eigene Spital schleusen zu können, um so die Konkurrenzspitäler auszuschalten. Dies sagt Christoph Hollenstein der «Basler Zeitung» (Print), der Informationsverantwortliche der VHBB.

«KSBL setzt Goodwill aufs Spiel»

Bislang hätten die Basler Hausärzte ihre Patienten überwiegend in die öffentlichen Spitäler überwiesen und nicht in die Privatkliniken. Diesen Goodwill der Hausärzte gegenüber den öffentlichen Spitälern würde das Kantonsspital mit seinem Projekt aufs Spiel setzen, so Hollenstein weiter. 
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