GZO: Weshalb auch kleinere Spitäler Sensationen bieten

Am Kongress «Digestive Disease Week» in San Diego kam die Präsentation von GZO-Gastroenterologe Bernhard Magdeburg in die Top-Ten. Er erklärt, was er anderen kleineren Spitälern empfiehlt.

, 30. Mai 2016, 05:00
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Die Digestive Disease Week (DDW) in San Diego ist der grösste internationale Kongress für Magen-Darmkrankheiten. Nur gerade zwölf ausgewählte Gastroenterologen wurden dieses Jahr für eine Videopräsentation eingeladen und damit für den «6th Video World Cup of Endoscopy» nominiert.
Als erster Arzt aus der Schweiz war auch der Gastroenterologe Bernhard Magdeburg eingeladen, Magen-Darmspezialist und Leiter Gastroenterologie am GZO Spital Wetzikon. Seine Präsentation erreichte den siebten Rang. Damit gehört er weltweit zu den Top-Ten, wie das Spital GZO Wetzikon meldete.

«Manchmal muss man neue medizinische Wege gehen»

Vor rund 3’000 Spezialisten aus der ganzen Welt erläuterte der Arzt in San Diego einen endoskopischen Eingriff an der Bauchspeicheldrüse, der weltweit zuvor noch nie durchgeführt worden war. Für ihn sei dies ein Meilenstein in seiner Biografie.
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Bernhard Magdeburg, Co-Chefarzt Medizin und Leiter Gastroenterologie, GZO Spital Wetzikon (PD)
«Heute wissen wir oder weiss ich, dass es oft noch einen Weg vor der klassischen Operation gibt. Bevor man chirurgisch vorgeht, sollte man wirklich alle anderen endoskopischen Optionen ausloten!», sagte Magdeburg. Manchmal müsse man neue medizinische Wege gehen.
Er selbst sieht die Nominierung als Auszeichnung und Anerkennung für seine Arbeit und die des gesamten Teams am Spital Wetzikon. Medizinische Innovation und Entwicklungen sind für Magdeburg nicht nur an grossen Spitälern und universitären Zentren möglich. «Wir haben den endoskopischen Durchbruch in einem kleinen Spital geschafft. Gerade weil wir klein sind und bei uns die Zusammenarbeit auf engem Raum und ohne hierarchisches Gefälle stattfindet», so der Leiter Gastroenterologie. 
Das schweisse zusammen und setze ungeheure, auch kreative Energien frei.

«Zeigen Sie, was Sie machen»

Er sei sicher nicht der Einzige, der innovativ sei und neue Ideen habe. Alle anderen, die ebenfalls gute Arbeit leisten, fordert er dazu auf, zu zeigen, was sie machen.
«Gerade in unserem kleinen Land mit seinem qualitativ hoch stehenden Gesundheitssystem haben wir beste Bedingungen und dürfen zeigen, dass wir ganz vorne mit dabei sind, wenn es um neue Technologien geht», so der Mediziner. 
Dank des Eingriffs kann eine Patientin heute ohne gesundheitliche Einschränkungen leben. Der Eingriff im Detail beschrieben.
Mehr: 
«Wegweisend: Endoskopischer Eingriff an der Bauchspeicheldrüse.» 
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