Grippe: Mundschutz oder Impfung

Die Schweizer Spitäler bereiten sich auf die Grippewelle vor. Im Universitätsspital Basel sollte Personal, das nicht gegen Grippe geimpft ist, einen Mundschutz tragen.

, 12. Januar 2016, 14:17
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Vom Tessin und dem Kanton Graubünden aus breitet sich die Grippewelle in der Schweiz aus, hat auch bereits die Regionen Bern, Jura und Freiburg erfasst. Laut Sentinella-Grippeüberwachung des Bundesamts für Gesundheit (BAG) ist der Epidemie-Schwellenwert in der Schweiz noch nicht erreicht, aber die Trendkurve ist überall am Steigen. 
«Die Grippewelle kommt bestimmt», ist für das Universitätsspital Basel (USB) klar. Gemäss einer Mitteilung hat die Spitalleitung verschiedene, auch neue Massnahmen ergriffen, um Grippeinfektionen im eigenen Haus zu vermeiden: 

  • Information: Neu stehen in allen Eingangshallen des USB Infosäulen mit Faltprospekten, an denen sich die Besucher bedienen können. In den Flyern steht in fünf verschiedenen Sprachen, wie man sich und andere Menschen vor einer Ansteckung schützen kann. 
  • Mundschutz: Besucher können an den Infosäulen einen Mundschutz beziehen, um sich vor Tröpfcheninfektion zu schützen. Auch das Spitalpersonal ist aufgefordert, einen Mundschutz zu tragen. Das gilt besonders für Mitarbeitende, die Erkältungssymptome haben und nicht gegen Grippe geimpft sind. Bekanntlich sind in der Schweiz nur gut ein Fünftel des Pflegepersonals und rund die Hälfte der Ärzte gegen Grippe geimpft. Auf sensiblen Stationen wie dem Notfallzentrum oder der Mutter-Kind-Abteilung gilt bei Ausbreitung der Grippewelle im USB eine Mundschutz-Pflicht. 
  • Handhygiene: Auf einigen Stationen wurde das Pflegepersonal erneut in korrekter Händehygiene geschult. Die richtige Desinfektion ist entscheidend, um Übertragungen von Grippeviren zu verhindern. Nicht nur am Eingang, sondern an zahlreichen Orten im Spital stehen Dispenser mit Desinfektionsmittel für Personal und Besucher. 
  • Grippestation: Für den Fall, dass gleichzeitig mehr als zehn an Grippe erkrankte Patienten hospitalisiert werden müssen, kann das Spital eine Spezialstation in Betrieb nehmen. Das Konzept für diese so genannte Kohortenstation schreibt vor, wo die Patienten isoliert werden, wie die Station eingerichtet wird und welche Ressourcen eingeplant werden müssen, um den Betrieb zu gewährleisten. 


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