Freiburger Spital erwägt eigene Ärztezentren

Jeder vierte Freiburger wählt für Spitalaufenthalte einen anderen Kanton. Die Gesundheitsdirektion will diesen Trend nun stoppen.

, 4. Dezember 2017, 09:31
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Seit 2011 ist die Zahl der ausserkantonalen Spitalaufenthalte für den Kanton Freiburg stark angestiegen. Heute wählt jeder vierte Freiburger einen anderen Kanton: Bern oder Waadt.
In etwa der Hälfte der Fälle habe der Arzt die Entscheidung getroffen – vor allem bei den französischsprachigen Patienten. Dies zeigt jetzt eine Studie im Auftrag der kantonalen Gesundheitsdirektion. Bei den Deutschfreiburgern spiele ferner die Muttersprache eine wichtige Rolle. 

Stärkere öffentlich-private Zusammenarbeit

Die ausserkantonalen Spitalaufenthalte kosten den Kanton jährlich rund 80 Millionen Franken. Ausserdem sorgt sich die Gesundheitsdirektion um die Fallzahlen, die das künftige Fachangebot beeinflussen.
Eine engere Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten soll nun die Anzahl Spitalaufenthalte verringern. Voraussetzung für einen Rückgang ist eine stärkere öffentlich-private Zusammenarbeit, wie die Gesundheitsdirektion mitteilt. 

Privatkliniken als Vorbild

Eine Arbeitsgruppe aus verschiedenen Partnern soll sich jetzt mit Lösungen beschäftigen, zu denen nebst der Zusammenarbeit auch eine bessere Kommunikation mit den niedergelassenen Ärzten gehört.
Darüber hinaus stellt sich der Verwaltungsrat des Freiburger Spitals die Frage, ob das Hôpital Fribourg (HFR) eigene Ärztezentren in der Region eröffnen sollte – so wie dies auch viele Privatkliniken kennen. Dies sagte die Freiburger Staatsrätin Anne-Claude Demierre dem Regionaljournal Bern Freiburg Wallis.
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