Epilepsie-Preis an Inselspital-Forscher

Christian Rummel erhält den mit 25'000 Franken dotierten Förderpreis der Epilepsie-Liga.

, 8. August 2015, 12:52
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Christian Rummel vom Inselspital Bern erhält den Forschungsförderpreis 2015 der Epilepsie-Liga. Die Auszeichnung ist mit 25'000 Franken dotiert, sie soll als Anschubfinanzierung für grössere Forschungsvorhaben dienen.
Rummel ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für diagnostische und interventionelle Neuroradiologie des Inselspitals. Mit seinem Team erkundet er eine vielversprechende Möglichkeit, die Abklärungen vor epilepsiechirurgischen Operationen durch eine neue, schonende Methode weiter zu verbessern. 

Anfall-Ursprungszone noch genauer eingrenzen

Das ausgezeichnete Projekt trägt den Titel «Quantitative Analysis of Simultaneous and Co-localized EEG-fNIRS Recordings in Patients with Interictal Epileptic Discharges - a Pilot Study».
Worum geht es dabei? Wenn Patienten trotz Medikamenteneinnahme unter fokalen epileptischen Anfällen leiden, sollte man eine Operation in Erwägung ziehen. «Wir untersuchen, inwieweit eine neue Methode helfen kann, die Anfalls-Ursprungszone vor einem Eingriff noch genauer abzugrenzen», sagt Christian Rummel. Dafür wird der lokale Blutfluss im Gehirn mittels Nahinfrarot-Spektroskopie (fNIRS) in Kombination mit der bewährten Elektroenzephalographie (EEG) gemessen, ohne dass der Patient einen Anfall hat. 
Die Preisverleihung des Forschungspreises findet am 30. Oktober 2015 anlässlich der Jahrestagung der Schweizerischen Neurologischen Gesellschaft in Bern statt.
Zur Mitteilung der Schweizerischen Liga gegen EpilepsieZur Mitteilung des Inselspitals
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