Digital Health: EU-Kommission setzt auf digitale Technologien

Die Europäische Kommission sucht im Kampf gegen die steigenden Gesundheitsausgaben nach neuen Lösungen. Sie startet ein öffentliche Konsultation zum Thema Digital Health.

, 25. Juli 2017, 08:28
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Demografischer Wandel, Anstieg der Lebenserwartung, Zunahme chronischer Erkrankungen und das Wiederauftreten von Infektionskrankheiten – all dies sind für die Europäische Kommission grosse Herausforderungen für die Gesundheitsversorgung in Europa.
Die EU-Kommission will deshalb herausfinden, ob und wie sich mithilfe digitaler Technologien die Gesundheit der Menschen verbessern lässt. In einer öffentlichen Konsultation befragt die Behörde nun Stakeholder wie Angehörige und Organisationen der Gesundheits- und Sozialberufe zum Thema Digitalisierung im Gesundheitsbereich. 

Kosteneffiziente Instrumente

Digitale Technologien können laut der Kommission kosteneffiziente Instrumente liefern, um den Übergang von einem Modell der krankenhausgestützten Gesundheitsversorgung zu einem patientenorientierten, integrierten Modell zu erleichtern. 
Zudem könnten sie für einen besseren Zugang zur Gesundheitsversorgung sorgen und einen Beitrag zur Nachhaltigkeit und Widerstandsfähigkeit der Gesundheitssysteme leisten. Allerdings müssten solche Massnahmen mit den Vorschriften zum Datenschutz, Patientenrechten und der elektronischen Identifizierung im Einklang stehen, heisst es. 

  • Bis zum 12. Oktober können sich Interessierte an der Konsultation beteiligen. Hier finden Sie alle näheren Informationen.

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