Curaviva und Curafutura suchen einen neuen Präsidenten

Ignazio Cassis wurde mit 125 Stimmen zum neuen Bundesrat gewählt. Damit beginnt bei zwei wichtigen Verbänden des Gesundheitswesens die Nachfolge-Suche.

, 20. September 2017, 07:55
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Seit 2012 amtierte Ignazio Cassis als Präsident des Heimverbands Curaviva. Mit seiner heutigen Wahl zum Bundesrat legt der 56jährige Arzt sein Amt definitiv nieder. Bis zur Ersatzwahl leitet Vizepräsidentin Bettina Ramseier Rey die strategischen Verbandsgeschäfte.
In einer Mitteilung gratuliert Curaviva seinem Präsidenten zur Wahl in den Bundesrat «und wünscht ihm für das verantwortungsvolle Amt alles Gute und viel Erfolg». Er habe sich in den vergangenen fünf Jahren mit Geschick und Weitblick für den nationalen Dachverband der Heime und Institutionen eingesetzt. «Ignazio Cassis war ein äusserst engagierter Präsident, der dem Verband aufgrund seiner breiten fachlichen und politischen Erfahrung viele wertvolle Impulse gab», sagt Direktor Daniel Höchli. 
Vizepräsidentin Bettina Ramseier Rey hatte wegen der Bundesratskandidatur von Ignazio Cassis die Präsidialaufgaben bereits Anfang August übernommen. Sie ist seit elf Jahren im Vorstand von Curaviva  Schweiz.
Die Vorbereitung der Ersatzwahl werde  durch eine Findungskommission umgehend an die Hand genommen; die Wahl soll spätestens an der Delegiertenversammlung im Juni 2018 erfolgen.
Ebenfalls Anfang August hatte Ignazio Cassis seine Aufgaben bei Curafutura abgegeben. Seither wird der Versicherer-Verband von Philomena Colatrella und Thomas Szucs präsidiert.
Colatrella, die Chefin der CSS, übernahm dabei die exekutiven Präsidialaufgaben; dazu gehört zum Beispiel die Teilnahme an Sitzungen mit Behörden und Tarifpartnern. Thomas Szucs ist Verwaltungsratspräsident von Helsana.
Mit seiner Art der Verbandsführung habe Ignazio Cassis die Messlatte für einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin hoch gelegt, kommentiert der Vorstand nun die Wahl. Man sei bereits auf der Suche nach einer geeigneten Persönlichkeit. 
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