CHUV arbeitet mit Novartis und Gilead zusammen

Die Onkologieabteilung des Universitätsspitals Lausanne (CHUV) wird Partner von Novartis und Gilead bei den neuen zellulären Immuntherapie gegen Krebs.

, 26. Januar 2022, 14:15
image
  • spital
  • onkologie
  • universitätsspital lausanne
  • novartis
Das gab es bisher nicht: Normalerweise wählen die Spitäler aus, welche Medikamente sie anwenden. Bei CAR-T-Zelltherapien – das sind neu zugelassene zelluläre Immuntherapien gegen bestimmt Krebsarten – ist es umgekehrt. Es sind es die Pharmaunternehmen, welche die Spitäler auswählen, die ihre Medikamente anwenden dürfen.

Spitäler müssen Zellen entnehmen

Die Firmen Novartis und Gilead arbeiten nur mit einer begrenzten Anzahl von Spitälern zusammen. Diese müssen in der Lage sind, die Übertragung der dem Patienten entnommenen weissen Blutkörperchen durchzuführen. Und zwar werden die Zellen im Spital aus dem Blut des Patienten entnommen und in die Zentrallabors der pharmazeutischen Partnerunternehmen gebracht. Dort werden sie modifiziert, bevor sie zur Behandlung des Patienten wieder an das CHUV zurückgeschickt werden.
Für die Onkologieabteilung des CHUV bedeutet diese Zusammenarbeit, dass sie den Patienten diese Therapien unter den besten Bedingungen anbieten könne, wie George Coukos, Leiter der Onkologieabteilung des CHUV, gegenüber Medinside sagte. Das Spital rechnet dieses Jahr mit 12 bis 15 Behandlungen. Bereits im vergangenen Jahr hat das CHUV ein Dutzend Patienten mit der Zelltherapie behandelt.

Preis ist Verhandlungssache

Die CAR-T-Zelltherapie ist von Swissmedic für Patienten mit bestimmten Arten von Blutkrebs zugelassen. Diese Behandlungen sind teuer, weil sie aufwendig sind. Wie viel die Therapien wirklich kosten - Schätzungen gehen von 150 000 bis zu einer halben Million Franken pro Dosis aus – weiss man im CHUV nicht. Das ist Verhandlungssache zwischen den Krankenkassen, welche eine Kostengutsprache für die Therapie erteilen müssen, sowie den Pharmaunternehmen.
Artikel teilen

Loading

Comment

Home Delivery
2 x pro Woche. Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Bildungsstation am Kantonsspital Aarau

Das Kantonsspital Aarau bildet derzeit über 350 Lernende und Studierende im Bereich Pflege und medizinische therapeutische Therapieberufe aus. Ihnen ein attraktives Arbeits- und Ausbildungsumfeld zu bieten ist das oberste Ziel. Dazu geht das KSA innovative Wege.

image

Neuer Chefarzt für die Rehaklinik Zihlschlacht

Karsten Krakow übernimmt die Funktion des Chefarztes für Neurologische Rehabilitation und Frührehabilitation bei der Vamed-Rehaklinik Zihlschlacht.

image

Hier könnte bald ein neues Spital stehen

Die Lindenhofgruppe prüft auf dem Berner Springgarten-Areal die Realisierung eines möglichen neuen Spitalstandorts.

image

Kantonsspital St.Gallen stellt die Notfallmedizin neu auf

Das Kantonsspital St.Gallen organisiert die Zentrale Notfallaufnahme neu, vollzieht gleichzeitig einen Namenswechsel und ernennt eine neue ärztliche Leiterin.

image

Gleich vier neue Chefärzte für das Universitätsspital

Am Universitätsspital Basel (USB) treten in den nächsten Monaten zwei Chefärztinnen und zwei Chefärzte ihre neuen Positionen an.

image

Schaffhausen: Spitalrat befördert Boris Jung

Die Spitäler Schaffhausen haben den bisherigen Oberarzt zum Leitenden Arzt für ambulante Psychiatrie ernannt.

Vom gleichen Autor

image

Privatspitäler beklagen sich über «13. Monatsprämie»

Neuste Zahlen zeigen: Die Kantone subventionieren ihre öffentlichen Spitäler mit 350 Franken pro Kopf und Jahr.

image

Spital kann Genesene nicht entlassen

Das Freiburger Spital ist am Anschlag. 40 Patienten belegen Betten, die sie eigentlich nicht mehr bräuchten.

image

Hirslanden plant Spitalneubau in Aarau

In fünf Jahren soll die neue Hirslanden-Klinik Aarau fertig sein. Der Neubau kommt auf dem Parkplatz zwischen Klinik und Kernareal zu stehen.