Auch Spitalmitarbeitende arbeiten im Homeoffice

Viele Angestellte in Spitälern und Kliniken befinden sich derzeit im Homeoffice-Modus. Doch die Helden der Corona-Krise arbeiten an der Front: in Spitälern, Praxen und Apotheken.

, 19. März 2020, 09:29
image
  • spital
  • ärzte
Die Empfehlungen des Bundes rund um die Ausbreitung des neuen Coronavirus Covid-19 führt dazu, dass auch viele Mitarbeitende aus den Spitälern im Homeoffice arbeiten. Dies zeigt eine Kurzumfrage bei über einem Dutzend grossen und kleinen Spitälern in der ganzen Schweiz.  
Wer kann, stellt auf Homeoffice um - Tendenz steigend. Vor allem Mitarbeitende, die nicht zwingend im Büro anwesend sein müssen, arbeiten derzeit von zu Hause aus: Administration, Finanzen, Informatik (ICT) oder Personalabteilung (HRM). Das Unispital Basel (USB) prüft derzeit, wo diese Arbeitsform noch überall umgesetzt werden könne, heisst es. 

550 Mitarbeitende vom Unispital arbeiten zu Hause

Die meisten Spitäler kennen keine genauen Zahlen, weil sich diese auch laufend ändern. Das Kantonsspital St. Gallen (KSSG) schätzt den Anteil auf etwa 70 Prozent der Angestellten im Bereich Administration. Und am Universitätsspital Zürich (USZ) befinden sich derzeit rund 550 Mitarbeitende der Direktionen Finanzen, ICT, HRM, Betrieb, Stab und Immobilien im Homeoffice, wie das Spital auf Anfrage mitteilt. 
Trotz den Vorteilen und vielleicht auch den Nachteilen der in einzelnen Branchen fast schon erzwungenen Homeoffice-Kultur: Die meisten Spitalmitarbeitenden können nicht zu Hause arbeiten. Es sind dies Ärztinnen und Ärzte, das Pflegepersonal und die Apothekerinnen und Apotheker. Sie stehen geschlossen an der Front. Bereit, um die wohl bald anstehende Flut von Corona-Patienten zu bändigen. 
Artikel teilen

Loading

Comment

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Mehr zum Thema

image

Diversität: Insel Gruppe lanciert «LGBTIQ+»-Netzwerk

Vielfalt und Inklusion wird bei vielen Unternehmen gross geschrieben. Die Berner Spitalgruppe hat nun ein Insel-internes Netzwerk für alle sexuellen Orientierungen gegründet.

image

Vista weitet ihr Netzwerk ins Berner Oberland aus

Das Augenzentrum Thun gehört seit Montag zum Netzwerk der Vista Augenpraxen und Kliniken. Die Mitarbeitenden werden übernommen.

image

CAS «High Impact in Healthcare»

Die Praxis lernen. Aus der Klinik, für die Klinik.

image

Das ist der neue Chefarzt Pneumologie in Aarau

Hans-Joachim Kabitz übernimmt den Chefposten der Klinik für Pneumologie und Schlafmedizin am Kantonsspital Aarau.

image

Arzt verweigert Maske in seiner Praxis – Gericht verordnet Geldstrafe

Ein coronaskeptischer Mediziner aus dem Kanton Luzern musste sich am Montag wegen wiederholten Verstössen gegen die Epidemiegesetzgebung vor Gericht verantworten.

image

Herz-OPs sind wohl abhängig vom Versicherungsstatus – und teils sogar unnötig

Privatpatienten werden häufiger am Herzen behandelt als Allgemeinversicherte. Das zeigt eine neue Studie der Uni Basel und des Kantonspitals Aarau.

Vom gleichen Autor

image

Berner Arzt hat Aufklärungspflicht doch nicht verletzt

Im Fall einer Nasen-OP mit Komplikationen verneint das Bundesgericht eine Pflichtverletzung eines Berner HNO-Arztes. Die Vorinstanzen haben noch anders entschieden.

image

Warum hunderte Pflegekräfte derzeit «Rücktrittsschreiben» verfassen

Eigentlich möchten viele Pflegefachpersonen ihrem Beruf gar nicht den Rücken kehren. Doch das System zwingt sie dazu, wie eine aktuelle Kampagne in den USA exemplarisch zeigt.

image

Ärzte erhalten von Ärzten eine Sonderbehandlung

Ärzte als Patienten kriegen bestimmte Privilegien, die andere Patienten oder Patientinnen nicht erhalten würden. Dies sagt die grosse Mehrheit der in einer Studie befragten Ärzte.