Ärzte auf Social Media: Das Fifty-Fifty-Verhältnis

Eine Umfrage unter Schweizer Ärzten zeigt: Viele bleiben zurückhaltend. Dabei lassen die Patienten lassen ihre Ärzte auf Facebook & Co. ziemlich unbehelligt.

, 5. Oktober 2017, 08:00
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Dass die Schweizer sehr modern sind, wenn es um die Anwendung von Medtech geht, aber eher konservativ in der Kommunikation: Das ist ja weitherum bekannt. Neue dazu liefert jetzt die Ärzteschaft der Romandie, oder genauer: die Société Vaudoise de Médecine. Sie befragte ihre Mitglieder nach der Nutzung von Twitter, Facebook & Co.
Insgesamt 627 Ärzte gaben Antwort, wobei etwas mehr als die Hälfte gleich kategorisch Non sagten: Sie benützten keine Sozialen Medien.
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52,8 Prozent: «Ich bin nicht in den Sozialen Netzwerken» |  Grafik: CMV
Das kann man auch umgekehrt lesen: Knapp die Hälfte der Mediziner – 47 Prozent –, sind auf so einer Plattform zu finden, wobei Facebook und Linkedin mit Abstand am regsten genutzt werden. Twitter hingegen konnte sich bislang noch überhaupt nicht als Mediziner-Medium durchsetzen.
Die Umfrage wurde nun im neuen «Courrier du medecin vaudois» veröffentlicht. Wer sich als Arzt in die Sozialen Medien wagt – so zeigte sich dort weiter – tut es offen, also fast immer unter Klarnamen. Dabei berichtet etwa die Hälfte der Mediziner, dass sie gelegentlich auch von Patienten eingeladen werden, also beispielsweise so genannte Freundschaftsanfragen erhalten.
Andererseits melden die allermeisten, dass sie dem einen Riegel schieben und solche Patienten-Anfragen ablehnen.
Im Beitrag interpretiert der CMV, dass man diese Aussagen auch anders lesen kann: Die Patienten sind offenbar sehr zurückhaltend – und neigen nicht dazu, ihren Arzt intensiv beziehungsweise gehäuft via Social Media anzugehen.

Zum Thema: «Keine Facebook-Freundschaften mit Patienten! Die FMH schafft Übersicht und veröffentlicht eine Liste mit Sorgfalts- und Diskretions-Regeln für Ärzte im Internet» 

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