«Aus der Schweiz finden aggressive Abwerbungsversuche statt»

Das Konstanzer Klinikum musste 24 Betten schliessen. Der Grund: Personalmangel. Trägt die Schweiz eine Mitschuld?

, 5. Februar 2018, 10:42
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Abwerbungen aus der Schweiz ist eine der Ursachen für den Fachkräftemangel im Klinikum Konstanz. Dort mussten bereits 20 Betten in der Abteilung Innere Medizin und vier Intensivbetten geschlossen werden.
Eine der Ursachen für die Personalnot ist offenbar der Arbeitsmarkt in der Schweiz: «Aus der Schweiz finden aggressive Abwerbungsversuche statt», sagt Andrea Jagode zum «Südkurier»; sie ist Sprecherin des Gesundheitsverbunds Landkreis Konstanz.

Gesundheitsamt fordert Personalquote

Steigt eine Pflegerin in Deutschland bei etwa umgerechnet 2'780 Franken ein, winken in der Schweiz 5'000 Franken und mehr. Die Angebote sind attraktiv, trotz höherer Wochenarbeitszeit sowie weniger Urlaub und Feiertage.
Damit der Pflegeberuf in Deutschland attraktiver wird, wünscht sich die Pflegedirektion des Gesundheitsverbunds Konstanz eine definierte Personalquote, «die sich an den heutigen Erfordernissen orientiert und auch von der Politik zusätzlich finanziert wird.»
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