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Die richtige Dosis macht den Unterschied!

Die Dosierung von Medikamenten hängt von genetischen, persönlichen und Umweltfaktoren ab und ist von Patient zu Patient verschieden. Dabei können die genetischen Faktoren, welche für die Dosierung von Arzneimittel relevant sind, gemessen werden.

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Prof. Dr. Stephan Krähenbühl, Die richtige Dosierung ist entscheidend für den Behandlungserfolg. Worin besteht die Kunst des Dosierens?
Wirksamkeit und Toxizität von Arzneistoffen hängen stark von den am Zielort und anderen Stellen im Körper erreichten Konzentrationen ab. Weil die Arzneistoffkonzentration an den Zielorten meist nicht gemessen werden kann (eine Ausnahme bilden Arzneistoffe, welche im Blut wirksam sind), werden Arzneistoffkonzentrationen in Körperflüssigkeiten wie Blut, Plasma oder Serum als Surrogat für die Gewebskonzentration bestimmt. Für viele Arzneistoffe ist der therapeutische Bereich bekannt: die obere Grenze des therapeutischen Bereichs entspricht der Serum-, Plasma- oder Blutkonzentration, bei welcher eine nicht tolerable Toxizität auftritt und die untere Grenze der Konzentration, bei der die Wirkung eintritt. Die Kunst des Dosierens besteht nun darin, in einem bestimmten Patienten den therapeutischen Bereich in der gewünschten Zeit zu erreichen und in diesem Bereich zu halten.

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von Crettol S et al. Clin Pharmacol Ther 2014; 95: 254-7
Von welchen Faktoren hängt die Dosierung ab?
Wie in der Figur gezeigt (von Crettol S et al. Clin Pharmacol Ther 2014; 95: 254-7) hängt die Dosierung von Arzneistoffen zur Erreichung des therapeutischen Bereichs von den pharmakologischen Eigenschaften des Arzneistoffes, von genetischen und persönlichen Faktoren des Patienten sowie von Umweltfaktoren ab. Dies bedeutet, dass die Dosierung von Patient zu Patient verschieden sein kann – die Dosierung muss individualisiert werden.
Können die genetischen Faktoren, welche für die Dosierung von Arzneistoffen relevant sind, gemessen werden (Genotypisierung)? Ja! Da die entsprechenden Gene (allenfalls mit Mutationen) vererbt werden und deshalb während des ganzen Lebens konstant bleiben, müssen sie nur ein Mal bestimmt werden. Synlab bietet verschiedene Panels mit pharmakogenetischen Untersuchungen an. MyPGx ist ein grosses pharmakogenetisches Panel, welches die Untersuchung der wichtigsten Polymorphismen (Mutationen) von 32 Enzymen oder Transportern beinhaltet, welche für die Pharmakokinetik und Wirksamkeit von Arzneistoffen relevant sind. Daneben werden auch kleinere Panels und Einzelbestimmungen angeboten.
Was bedeutet das sogenannte Therapeutische Drug Monitoring (TDM)?
Nach Beginn einer Pharmakotherapie mit einem kritischen Arzneistoff (ein Arzneistoff mit einem engen therapeutischen Bereich und relevanter Toxizität) kann für bestimmte Arzneistoffe die Konzentration im Blut, Plasma oder Serum gemessen und aufgrund der gemessenen Konzentration allenfalls die Dosierung adaptiert werden. Dies ist der Fall z.B. für Antiepileptika, Neuroleptika, Antidepressiva, Antimykotika, Antibiotika, Immunsuppressiva und bestimmte kardiovaskuläre Arzneistoffe. Synlab bietet die Analyse verschiedener Arzneistoffe an sowie Aktenkonsultationen im Fall schwer interpretierbarer Ergebnisse.
Welche Bedeutung hat die Phänotypisierung zur Abklärung von unerwünschten Wirkungen und zur Steuerung komplizierter Therapien?
Im Gegensatz zum genetischen Profil, welches ein Leben lang konstant bleibt, können sich bestimmte persönliche und v.a. Umweltfaktoren ändern, was die Pharmakokinetik und Wirkung von Arzneistoffen beeinflussen kann. Phänotypisierung, d.h. die Bestimmung der Aktivität bestimmter Enzyme und/oder Transporter, welche Arzneistoffmetabolismus und/oder Verteilung beeinflussen, wird v.a. dann durchgeführt, wenn zwischen dem Genotyp und der gemessenen Arzneistoffkonzentration eine Diskrepanz besteht.
Wie läuft eine Phänotypisierung ab?
Zur Phänotypisierung werden kleine Mengen von Arzneistoffen verabreicht, welche für bestimmte Enzyme und/oder Transporter spezifisch sind. Der Phänotyp hängt nicht nur von genetischen, sondern auch von Umweltfaktoren ab. Die Kombination von Geno- und Phänotypisierung ist deshalb sehr wertvoll zur Abklärung von unerwünschten Wirkungen und zur Steuerung komplizierter Therapien. Synlab bietet momentan Phänotypisierungen nicht im eigenen Labor an, kann sie aber vermitteln.
Gegenwärtig bietet Synlab die Genotypisierung und TDM mit Aktenkonsultation an. Was ist für die Zukunft geplant?
Idealerweise sollten Genotypisierung, therapeutic drug monitoring und Phänotypisierung zur Steuerung komplizierter und eingreifender Pharmakotherapien vorhanden sein. Zusätzlich braucht es die engmaschige klinische Überwachung der Patienten mit solchen Therapien. In der Zukunft sollte es möglich sein, zusätzlich auch ambulante klinisch pharmakologische Konsultationen anzubieten..
Dr. med. Stephan Krähenbühl war von 2000 bis zu seiner Emeritierung 2020 Chefarzt und Leiter der Abteilung für Klinische Pharmakologie & Toxikologie am Universitätsspital Basel. Er hält Vorlesungen in klinischer Pharmakologie, Toxikologie und klinischer Ernährung für Studierende der Medizin und Pharmazie an der Universität Basel und an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich.
Über die SYNLAB Suisse SA
In der Schweiz ist die SYNLAB Suisse SA an über 20 Standorten vertreten und beschäftigt über 600 Mitarbeitende, die sich täglich für das Wohl der PatientInnen einsetzen. Als kompetente Ansprechpartnerin für unser vollständiges Portfolio medizinischer Labordienstleistungen ist der persönliche Kontakt zu den Kunden ein Markenzeichen von SYNLAB.
Die SYNLAB-Gruppe ist der führende Anbieter von medizinisch diagnostischen Dienstleistungen in Europa. SYNLAB bietet ein umfassendes Angebot an innovativer und zuverlässiger medizinischer Diagnostik für Patienten, praktizierende Ärzte und Kliniken. Als Anbieter des höchsten Leistungsniveaus in der Branche ist SYNLAB der Partner der Wahl für medizinisches Fachpersonal.
Synlab.ch/dienstleistung/genetik

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