Die Unicef-Chefin Catherine Russell ist besorgt: Um die 67 Millionen Kinder wurden zwischen 2019 und 2021 gar nicht oder nur unzureichend geimpft.
Das soll an der Corona-Pandemie und einem gesunkenen Vertrauen in Impfungen liegen, wie das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen am Donnerstag mitteilte. Im historischen Vergleich bleibe das Vertrauen in Impfungen weiter auf recht hohem Niveau, so der Wermutstropfen.
Angst und falsche Infos
Als Grund für den Vertrauensverlust nennt Unicef Angst und Falsch-Informationen. Mehreren
Medienberichten zufolge berichtete Catherine Russell, dass am Höhepunkt der Pandemie Angst und Desinformation über alle Arten von Impfstoffen so weit verbreitet wie das Virus selbst waren.
Einen besonders starken Rückgang wird in Ghana, Südkorea und Japan verzeichnet. Nur in China, Indien und Mexiko sei die Wahrnehmung von Impfstoffen gleichgeblieben oder habe sich leicht verbessert, so die Unicef.
Allerdings würden noch zusätzliche Datenerhebungen und Analysen benötigt, um festzustellen, ob es sich um einen langfristigen Vertrauensverlust handle, so die Unicef.