Mitte August informierte das
Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt über den Start des regulierten Cannabisverkaufs im Rahmen des Pilotprojekts «Weed Care» in Basler Apotheken. Das Projekt stiess auf ein grosses Interesse: Knapp 700 Personen meldeten sich an. 370 Personen wurden letztlich zum Pilotprojekt zugelassen.
Das Ziel: Die gemeinsame Studie des Gesundheitsdepartements Basel-Stadt, der Universitären Psychiatrischen Kliniken und der Universität Basel untersucht die gesundheitlichen Auswirkungen des regulierten Cannabisverkaufs. Die daraus gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse sollen eine Diskussionsgrundlage für eine künftige verantwortungsvolle Cannabispolitik liefern.
Das Wissen um die Bestandteile der Cannabisprodukte ist aus Public Health-Sicht einer der grössten Vorteile der Pilotprojekte gegenüber der aktuellen Situation und dem Erwerb des Cannabis auf dem Schwarzmarkt. «Die Konsumierenden können so vor Verunreinigungen, welche die Gesundheit gefährden, geschützt werden», schreibt das Gesundheitsdepartemennt.
Neues Datum in den Sternen
Die Cannabisprodukte haben einen in der Verordnung über Pilotversuche nach dem Betäubungsmittelgesetz vorgeschriebenen Qualitätsstandard knapp nicht erfüllt. Wie die «Basler Zeitung» schreibt, sollen «Pestizide das legale Kiffen verzögern».
«Es ist uns ein zentrales Anliegen, qualitativ hochstehende Studienprodukte anbieten zu können», betont das Gesundheitsdepartement in einer neuen Mitteilung an die Medien.
«Die Cannabisprodukte werden nun nochmals von einer unabhängigen Stelle analysiert, weshalb sich der Verkaufsstart verzögert», heisst es. Gleichzeitig sollen alternative Lösungswege geprüft werden. Das neue Datum des Verkaufsstartes werde zu gegebenem Zeitpunkt mitgeteilt.
Trotz der aktuellen Verzögerung sollen die Einschlussgespräche mit Studienärzten wie geplant ab dem 15. September stattfinden. Allerdings können die in die Studie eingeschlossenen Teilnehmenden Studiencannabis erst zu einem späteren Zeitpunkt in Apotheken kaufen.