Mit einem
klaren Mehr machen die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger der Gemeinde Brügg den Weg frei für des neue Zentrumsspital im Berner Seeland: 84,1 Prozent stimmten der nötigen Zonenplanänderung sowie dem Gesamtpaket «Planung Brüggmoos / Spitalzentrum Biel – Brügg» zu. Insgesamt mussten sechs verschiedene Abstimmungfragen geklärt werden, um den Neubau auf Gemeindegebiet zu ermöglichen. Die Stimmbeteiligung betrug 43 Prozent.
Das Spitalzentrum Biel plant in Brügg einen Neubau, der rund 200 Betten umfassen soll. Er wird damit kleiner als das heutige Spital mit rund 240 Betten – und dies, obschon in der Region ein weiteres Bevölkerungswachstum erwartet wird.
Mit dem Projekt will die SZB AG einerseits der Ambulantisierung Rechnung tragen, andererseits will sich das Haus praktisch nur auf hochtechnische und stationäre Leistungen ausrichten.
Eröffnung 2030
Finanziert wird das 250-Millionen-Franken-Projekt der SZB AG durch Eigen- und Fremdkapital, wobei ein wesentlicher Teil der Eigenmittel aus dem Erlös des Baulands am heutigen Standort gewonnen werden soll. Hinzu kommt ein Zuschuss des Kantons Bern über 78 Millionen Franken (unter dem Gesetzestitel «Beiträge für Restrukturierungen»); diese Summe hatte der Grosse Rat bereits 2022 einstimmig bewilligt.
Das deutliche Ja von diesem Wochenende ist keine Überraschung: Bereits im Mai 2021 hatte die Bevölkerung der Standortgemeine Brügg einen ersten Planungskredit mit knapp 80 Prozent Ja-Stimmen bewilligt.
Im ersten Quartal 2025 soll nun die Baueingabe erfolgen. Der Zeitplan sieht vor, dass das neue Zentrumsspital der Region Biel-Seeland-Berner Jura voraussichtlich 2030 in Betrieb gehen kann.