Die Universitären Psychiatrischen Dienste Bern (UPD) müssen sparen: Der Verwaltungsrat hat beschlossen, Stellen im internen Sozialdienst abzubauen und Angebote der sozialen Integration einzustellen, wie Medinside
hier berichtete.
«Kurzsichtig» und «untragbar»
SAGES, der Schweizerische Fachverband für gesundheitsbezogene Soziale Arbeit, und Avenir Social, der Berufsverband Soziale Arbeit Schweiz, künden nun aber Widerstand dagegen an. «Die beschlossenen Massnahmen zeugen von Kurzsichtigkeit und sind ein weiteres Beispiel dafür, dass eine durch Spardruck geprägte Perspektive in der Gesundheitsversorgung zu gesellschaftlich untragbaren Entscheiden führt», kritisieren sie.
«Nicht ergänzend, sondern zentral»
Mit dem UPD-Beschluss werde ignoriert, welch zentrale Rolle die Soziale Arbeit in einer umfassenden Gesundheitsversorgung spiele.
Entgegen der UPD-Kommunikation sei der Einbezug der sozialen Dimension einer psychischen Erkrankung kein «ergänzendes Angebot», sondern ein zentraler Pfeiler einer umfassenden Gesundheitsversorgung.
Verbände wollen angehört werden
Es sei längst erwiesen, dass die soziale Integration von Menschen mit psychischen Problemen der entscheidende Faktor für eine Stabilisierung und Verbesserung ihrer Situation darstellt.
Die Forderung der Verbände lautet: Die UPD und der Kanton Bern sollen die Verbände anhören und den Beschluss rückgängig machen.