Video: Das Zweit-Herz aus dem 3-D-Drucker

Kardiologen der UCLA passen ihre Operations-Methoden jedem einzelnen Patienten an. Das gelingt dank Trainings-Herzen, die im 3-D-Drucker nachgeformt werden: für jeden individuell, völlig detailgenau.

, 3. Juli 2015 um 09:00
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Das Medizin-Departement der UCLA hat einen Film veröffentlicht, in dem es aufzeigt, wie Kardiologen 3-D-Modelle des Herzens im Operationsbetrieb einsetzen.
Sie lassen eine Plastikkopie des Herzens eines bestimmten Patienten ausdrucken, so dass nicht nur alle Dimensionen exakt greifbar sind, sondern wo das Material beispielsweise auch dieselben Verhärtungen an der gleichen Stelle aufweist.

«Jetzt sehen wir die Dinge, wir stellen sie uns nicht nur vor»

«Das 3-D-Verfahren erlaubt uns, Dinge wirklich zu sehen – sie sich also nicht nur vorzustellen, sondern wirklich zu sehen», sagt UCLA-Kardiologe Daniel Levi. Die Ärzte können folglich auch alle Implantate in die Plastik-Doppelgänger des wirklichen Herzens einbauen – beispielsweise eine Pulmonalklappe oder einen Stent.
Damit lässt sich das Verhalten des künstlichen Elements so realistisch darstellen und üben, dass die Ärzte auch voraussagen können, wie es sich dann im Körper des Patienten benehmen wird.
Das heisst eben auch: Die Ärzte können den Einbau einer Klappe oder eines Blutgefäss-Stent individualisieren und genau auf die Voraussetzungen des bestimmten Patienten anpassen.

Siehe auch: «UCLA Clinicians 3D Print Heart Models to Prepare for Transcatheter Valve Replacements», in: «Medgadget»
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