Unispital holt ehemaligen Spitzenbeamten in den Spitalrat

Serge Gaillard und Medizininformatik-Professor Jürgen Holm ergänzen das oberste strategische Gremium des Zürcher Unispitals (USZ).

, 25. März 2021 um 08:00
image
  • spital
  • universitätsspital zürich
Nach den Rücktritten von Martin Waser und Urs Lauffer wollte Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli, den Spitalrat des Zürcher Unispitals fachlich breiter aufstellen. Zu den vier verbleibenden Mitgliedern kommen nun drei neue Personen hinzu. 
Das Präsidium des Spitalrats übernimmt André Zemp, wie Medinside berichtet hat. Der Triemli-Direktor wird sein neues Amt am 1. Oktober antreten. 
Der Regierungsrat gibt am Donnerstag zudem die Wahl von zwei weiteren Mitgliedern in das oberste strategische Gremium per 1. Juli 2021 bekannt. Die Mandate wurden öffentlich ausgeschrieben. Insgesamt sind über 100 Bewerbungen eingegangen. 

  • Serge Gaillard (1955) wurde 2012 vom Bundesrat zum Direktor der Eidgenössischen Finanzverwaltung ernannt, die er bis Ende Januar 2021 geleitet hat. In dieser Funktion war er auch zuständig für die Aufsicht über die Zentrale Ausgleichsstelle der AHV in Genf. Daneben arbeitete er in verschiedenen Expertenkommissionen und war unter anderem Mitglied der Expertenkommission zur Dämpfung des Kostenwachstums in der Krankenversicherung. Zuvor war er während insgesamt 17 Jahren für den Schweizerischen Gewerkschaftsbund tätig. Zuerst als geschäftsführender Sekretär für Wirtschaftspolitik, ab 1998 dann als Leiter des Zentralsekretariates. 2007 wechselte er in die Bundesverwaltung und übernahm die Leitung der Direktion für Arbeit im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco).


  • Jürgen Holm (1962), Biologe, war als Gründungsmitglied am Aufbau verschiedener Firmen in den Bereichen Bildverarbeitungs-Software, medizinische Studiensoftware und Klinikinformationssysteme tätig. Er gründete eine eigene Beratungsfirma, welche Akteure im Gesundheitswesen in den Bereichen Digitalisierung, Prozessoptimierung und Expertensystemen berät. Seit 2011 ist er Professor für Medizininformatik an der Berner Fachhochschule in Biel und als Dozent und Fachbereichsleiter tätig. Daneben ist Jürgen Holm seit 2019 Mitglied des Verwaltungsrates der BZ-Pflege in Bern, dem grössten Aus- und Weiterbildungszentrum im Pflegebereich in der Schweiz, sowie Mitglied des Verwaltungsrates in einem Alters- und Pflegeheim.

Artikel teilen

Loading

Comment

Mehr zum Thema

image

Jede Notfall-Konsultation kostet 460 Franken

Notfallstationen werden immer öfter besucht. Eine Obsan-Studie bietet nun Zahlen dazu. Zum Beispiel: 777'000 Personen begaben sich dreimal in einem Jahr auf den Spital-Notfall.

image

Pharmagelder 2024: Zuwendungen an Schweizer Ärzte steigen leicht

2024 erhielten Ärzte, Spitäler und Fachgesellschaften zusammen 262 Millionen Franken – 16 Millionen mehr als im Jahr davor.

image

Ob FaGe, Apotheker, Physio oder Chefärztin: Das verdient man im Gesundheitswesen

Wie steht es um Ihr Gehalt? Hier finden Sie die Standard-Monatslöhne der wichtigsten Berufe in der Gesundheitsbranche.

image

Die 10-Prozent-Illusion der Schweizer Spitäler

Eine Betriebsrendite von zehn Prozent galt lange als Überlebens-Formel für Akutspitäler. Womöglich ist dieser Richtwert zu tief. Die Beratungsfirma PwC fordert mehr Effizienz – die Spitäler höhere Tarife.

image

Universitätsmedizin bleibt Männersache – trotz Lippenbekenntnissen

In der Westschweiz liegt der Frauenanteil in Top-Arztpositionen höher als in der Deutschschweiz. Eine neue Auswertung der Universitätsspitäler zeigt regionale Unterschiede – und ein nach wie vor tiefes Gesamtniveau bei den Spitzenpositionen.

image

Auf dem richtigen Weg

Der Markt für Krankenhaus-Informationssysteme (KIS) befindet sich in einer Phase tiefgreifender Transformation. Die aktuellen Trends und Herausforderungen der Branche sowie die Erwartungen der Kliniken beleuchtet Dirk Müller, Director Product Management CIS4U bei Dedalus HealthCare.

Vom gleichen Autor

image

Arzthaftung: Bundesgericht weist Millionenklage einer Patientin ab

Bei einer Patientin traten nach einer Darmspiegelung unerwartet schwere Komplikationen auf. Das Bundesgericht stellt nun klar: Die Ärztin aus dem Kanton Aargau kann sich auf die «hypothetische Einwilligung» der Patientin berufen.

image

Studie zeigt geringen Einfluss von Wettbewerb auf chirurgische Ergebnisse

Neue Studie aus den USA wirft Fragen auf: Wettbewerb allein garantiert keine besseren Operationsergebnisse.

image

Warum im Medizinstudium viel Empathie verloren geht

Während der Ausbildung nimmt das Einfühlungsvermögen von angehenden Ärztinnen und Ärzten tendenziell ab: Das besagt eine neue Studie.